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Lösung: Das Lineal-Rätsel
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Wer hat recht? Der Stift ist 6 cm lang. Er beginnt bei 3 und endet bei 9: 9 − 3 = 6, oder 6 Zentimeter-Schritte zählen (3–4, 4–5, 5–6, 6–7, 7–8, 8–9). Der Hase hat recht. Der Fuchs liest nur die Zahl am Ende ab; das stimmt nur, wenn der Stift bei 0 anfängt. Warum? z. B. „Der Stift fängt bei 3 an, nicht bei 0. Von 3 bis 9 sind es 6 Schritte.“ oder „9 − 3 = 6“. ⚠ In der Szene sagt der Fuchs „Der Stift ist 9 cm lang!“, der Hase „Ich glaube, das stimmt nicht!“. Keiner begründet, und die richtige Zahl 6 steht nirgends im Bild: Das Kind muss selbst messen. Im Ankreuzfeld stehen Fuchs und Hase mit rundem Kopf-Icon; das Kind kreuzt „Hase“ an. Nachfragen, warum ein Kind den Hasen gewählt hat. Entscheidend ist die Zeile „Warum?“: Das Kind begründet selbst (Anfang bei 3, Schritte zählen oder Ende minus Anfang). Wer nur „weil der Hase widerspricht“ schreibt, hat noch nicht gemessen. |
| 2 | Schritte zählen Es sind 5 Schritte. Das Kreidestück reicht von 2 bis 7; darunter liegen die Schritte 2–3, 3–4, 4–5, 5–6, 6–7. Anzumalen sind das 3. bis 7. Kästchen („Male unter jedem Schritt ein Kästchen in einer anderen Farbe an.“), jedes in einer anderen Farbe (7 − 2 = 5). ⚠ Die Kästchen sind alle gleich gestaltet und liegen genau unter den Zentimeter-Schritten; die Anzahl ist also nicht vorgegeben. |
| 3 | Das kaputte Lineal Das Band ist 7 cm lang. Es beginnt bei 5 und endet bei 12: 12 − 5 = 7, oder 7 Zentimeter-Schritte (5–6 bis 11–12). Die 0 fehlt, man kann trotzdem messen. ⚠ Typische Fehlantworten: 12 cm (Endpunkt abgelesen), 8 cm (Striche 5 bis 12 gezählt statt Zwischenräume). |
| 4 | Stimmt das?
⚠ Kinder, die gerade „bei 0 anlegen“ gelernt haben, kreuzen trotzdem oft „richtig“ an: Bei 0 anlegen ist bequem, aber nicht nötig. |
| 5 | Dein Rätsel Offene Aufgabe. Auf dem Blatt ist ein leeres Lineal (0 bis 8 cm) mit freier Zeichenfläche darüber vorgedruckt; das Kind zeichnet einen Gegenstand darüber, der nicht bei 0 anfängt, das Partnerkind trägt die Länge ein. Beispiel: Ein Radiergummi liegt von 2 bis 6 über dem Lineal (Lösung: 4 cm), oder ein Faden reicht von 3 bis 8 (Lösung: 5 cm). Bewertung: Der Gegenstand beginnt nicht bei 0, Anfang und Ende liegen auf Zentimeter-Strichen, das Rätsel ist eindeutig, das Kind kann die Lösung des Partnerkindes kontrollieren und begründen. |
Lösung: Das Lineal-Rätsel 🔤 Leichte Sprache
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Male die Schritte an. Das Band reicht von 0 bis 5. Anzumalen sind die ersten 5 Kästchen (unter 0–1, 1–2, 2–3, 3–4, 4–5), am besten jedes in einer anderen Farbe wie im Beispiel. Das Band ist also 5 cm lang. ⚠ Das Beispiel (Band 0 bis 2, zwei Kästchen bunt, „Das Band ist 2 Schritte lang. Es ist 2 cm lang.“) zeigt das Vorgehen und die Brücke von Schritten zu cm. Unter dem Lineal liegen 7 gleich gestaltete Kästchen genau unter den Zentimeter-Schritten; die Anzahl ist nicht vorgegeben. Wer 6 Kästchen anmalt, hat die Striche 0 bis 5 gezählt statt der Zwischenräume. Mündlich nachfragen: „Wie lang ist das Band?“ |
| 2 | Zähle die Schritte. Die Kreide ist 4 cm lang. Sie fängt bei 2 an und hört bei 6 auf: 2–3, 3–4, 4–5, 5–6 = 4 Schritte. ⚠ Typische Fehlantworten: 6 cm (Zahl am Ende abgelesen), 5 cm (Striche 2 bis 6 gezählt). Das Beispiel (Stift 1 bis 3, nummerierte Sprungbögen) zeigt das Zählen von Zahl zu Zahl. |
| 3 | Wer hat recht? Mache ein Häkchen. Der Stift reicht von 4 bis 7 und ist 3 cm lang. Häkchen beim Fuchs („3 cm“). Der Hase sagt „7 cm“: Er liest nur die Zahl am Ende ab. ⚠ Im Beispiel (Band 2 bis 4) hat der Hase recht, in der Aufgabe der Fuchs: Wer nur „das Tier von vorhin“ ankreuzt, fällt auf. Mündlich begründen lassen: „Ich zähle die Schritte: 1, 2, 3.“ Im Grundblatt m01 hat der Hase recht; die Rollen sind hier bewusst vertauscht. |
Lösung: Das Lineal-Rätsel 💬 Sprachsensibel
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| Wortspeicher | Wortspeicher (Hilfe) Keine Aufgabe. Sechs Bild-Wort-Karten mit Artikel und Plural: das Lineal – die Lineale, der Strich – die Striche (drei verschieden lange Striche markiert: Zentimeter-, Halbzentimeter- und Millimeterstrich), der Zentimeter – die Zentimeter, der Schritt – die Schritte, der Anfang – die Anfänge, das Ende – die Enden; dazu das Fachwort „die Länge – die Längen“ und die Tunwörter messen, zählen, anfangen, aufhören, betragen. ⚠ Die Wörter vor Aufgabe 1 zeigen und chorisch mitsprechen („Zeig auf das Bild. Sprich das Wort.“). Auf „der Zentimeter – die Zentimeter“ (gleiche Form) und auf den Umlaut in „die Anfänge“ eigens hinweisen. Artikel können farbig markiert werden (der blau, die rot, das grün wie im Spiel). |
| 1 | Wer hat recht? „Der Stift fängt bei 3 an. Er hört bei 9 auf.“ – „Von 3 bis 9 sind es 6 Schritte.“ – „Er ist 6 cm lang.“ – Recht hat: Hase. Der Fuchs („9 cm“) liest nur die Zahl am Ende ab. ⚠ Die Szene oben liefert den Streit (Fuchs: „Der Stift ist 9 cm lang!“, Hase: „Ich glaube, das stimmt nicht!“) ohne Begründung und ohne die richtige Zahl. Die drei Lückensätze bauen die Begründung auf: Anfang und Ende benennen → „Von … bis … sind es … Schritte“ (Einheiten zählen) → Länge. Wer im zweiten Satz 7 schreibt, hat Striche statt Schritte gezählt. |
| 2 | Das kaputte Lineal – Sprich mit deinem Partnerkind Das Band ist 7 cm lang (von 5 bis 12: 12 − 5 = 7, oder 7 Schritte). Sprechauftrag mündlich zu zweit: Das Kind in der Fuchs-Rolle vertritt die Fehlvorstellung („Das Band ist 12 cm lang.“), das Kind in der Hasen-Rolle widerspricht mit dem Satzmuster: „Das stimmt nicht. Von 5 bis 12 sind es 7 Schritte.“ Danach Rollen tauschen. ⚠ Typische Fehlantworten: 12 cm (Endpunkt), 8 cm (Striche 5 bis 12 gezählt). Rollentausch sorgt dafür, dass jedes Kind einmal die richtige Begründung spricht. |
| 3 | So sprechen Mathe-Profis Das Registerband zeigt dieselbe Länge dreimal am Radiergummi (1 bis 4): Alltag „Der Radiergummi ist drei Zentimeter.“ – Schule „Er fängt bei 1 an und hört bei 4 auf. Er ist 3 cm lang.“ – Fach „Die Länge des Radiergummis beträgt 3 cm: 4 − 1 = 3.“ Jetzt du (Stift aus Aufgabe 1, im Fachregister, sprechen und schreiben): „Die Länge des Stifts beträgt 6 cm: 9 − 3 = 6.“ ⚠ Alle drei Zeilen sagen fachlich dasselbe; sie unterscheiden sich nur im Register (umgangssprachlich ohne „lang“ → vollständiger Satz mit Anfang, Ende und Länge → Fachwort „die Länge“, Verb „betragen“ und Rechnung). Gesprächsanlass: Unscharfe Sätze wie „Der Radiergummi geht bis 4“ nennen nur den Endpunkt und sagen die Länge nicht – genau das ist der Fehler des Fuchses. Wer im Schreibsatz „9 cm“ einträgt, hat Aufgabe 1 noch nicht verstanden. |
Lösung: Wie groß ist eigentlich …?
Hinweise
- Nach äußerer Größe suchen statt nach Länge, Masse oder Rauminhalt (große Schachtel = 1 kg). → „So lang“, „so schwer“ und „so viel passt hinein“ getrennt prüfen: Maßband, Waage, Umschütten.
- Trinkflasche oder Tasse gilt als 1 Liter. → Den Inhalt in einen 1-ℓ-Messbecher umschütten.
- Schätzen erst nach dem Messen eintragen. → Spalten der Reihe nach füllen: Stützpunkt, schätzen, dann messen.
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Finde deinen Stützpunkt Individuell. Gesucht sind drei Dinge: eines, das 1 m lang ist, eines, das 1 kg schwer ist, und eines, in das 1 ℓ hineinpasst. Gute Funde: 1 m – Meterstab, Tafel-Lineal, Breite einer Klassentür (ca. 90–100 cm); 1 kg – Packung Mehl oder Zucker, volle 1-ℓ-Wasserflasche; 1 ℓ – Milchpackung, 1-ℓ-Flasche, Messbecher mit 1-ℓ-Marke. Akzeptabel: ca. 90–110 cm, ca. 800 g bis 1200 g, knapp unter bis knapp über 1 ℓ – jeweils mit Maßband, Waage oder Umschütten in einen Messbecher geprüft. ⚠ „So lang“, „so schwer“ und „so viel passt hinein“ stehen bewusst getrennt: Eine große Schachtel ist nicht automatisch 1 kg schwer. Trinkflaschen (½ ℓ bis ¾ ℓ) und Tassen (ca. ¼ ℓ) werden oft für 1 Liter gehalten – ein guter Anlass zum Umschütten. |
| 2 | Mein Körper misst mit Individuell, auf ganze Zentimeter. Richtwerte für Kinder mit ca. 120–135 cm Körpergröße: Handspanne (Daumenspitze bis Spitze des kleinen Fingers, gespreizt) ca. 13–17 cm, Schritt (Ferse bis Ferse) ca. 45–60 cm, Armspanne (Fingerspitze bis Fingerspitze) ungefähr so groß wie die Körpergröße, ca. 1 m 20 cm bis 1 m 40 cm (auf dem Blatt als „__ m __ cm“). ⚠ Partnerarbeit: Die Armspanne kann man allein nicht messen – ein Kind streckt die Arme aus, das andere hält das Maßband. Vorher gemeinsam einen normalen Gehschritt vormachen. |
| 3 | 1 Minute Individuell. Auf dem Blatt stehen drei Versuche. Anfangs wird die Minute oft unterschätzt (Stopp nach 30–45 Sekunden). Jeder ehrlich gemessene Wert zählt; Ziel ist, von Versuch zu Versuch näher an 60 Sekunden zu kommen. Das dauert etwa 1 Minute (Beispiele): Hände gründlich waschen, eine kurze Liedstrophe singen, die Schultasche einräumen, halb so lang wie Zähneputzen. ⚠ Ein Kind gibt das Startsignal („Los!“) und stoppt die Zeit mit einer Uhr mit Sekundenzeiger oder einer Stoppuhr; das andere Kind hat die Augen zu und sagt „Stopp“. Die gesammelten Beispiele sind die eigentlichen Stützpunkte für die Minute. |
| 4 | Erst Stützpunkt, dann schätzen, dann messen Individuell (hängt von der Klasse ab). Richtwerte: Klassentür ca. 2 m hoch (Stützpunkt: „ein Kind und noch ein halbes“, akzeptabel 1 m 80 cm bis 2 m 30 cm); Tafel meist 2 m bis 4 m lang (Stützpunkt: Armspannen oder Schritte); Weg von der Tür zum Fenster meist 5–10 m (Schritte zählen × eigene Schrittlänge). Schätzen und Messen werden als „__ m __ cm“ eingetragen. In der Spalte Meine Schätzung wird angekreuzt: zu viel, fast genau oder zu wenig (z. B. geschätzt 1 m 80 cm, gemessen 2 m → „zu wenig“). ⚠ Die Stützpunkt-Spalte steht bewusst vor „Ich schätze“. Alle drei Dinge sind im Klassenzimmer messbar – anders als die Baumhöhe in ab03. „Fast genau“ ist auf dem Blatt festgelegt: höchstens 10 cm daneben. Erweiterung ab der 3. Schulstufe: den Unterschied in Zentimetern daneben schreiben. |
| 5 | Was passt zusammen? Verbinde!
⚠ Die Milchpackung ist bewusst leer: Sie wiegt dann nur wenige Gramm, passt also nicht zu 1 kg, aber es passt 1 ℓ hinein. Gesprächsanlass: „Und eine volle Milchpackung?“ – Sie passt zu 1 ℓ und wiegt etwa 1 kg. Die Mehlpackung wiegt 1 kg, fasst aber deutlich mehr als 1 ℓ. Weiterer Impuls: „Passt eine Trinkflasche zu 1 ℓ? Umschütten!“ – viele Kinder halten eine Trinkflasche für 1 Liter (Weiher, 2023). |
Lösung: Wie groß ist eigentlich …? 🔤 Leichte Sprache
Hinweise
- Groß heißt schwer. → Die große Schultasche ist hier wirklich schwerer, das Federpennal leichter. Zusätzlich einen großen, leichten Gegenstand heben lassen (Luftballon, Polster).
- Die Tasse gilt als 1 Liter. → Umschütten: Die Milchpackung füllt mehrere Tassen.
- Einkreisen ohne Heben oder Umschütten. → Die Aufgabe beginnt mit dem Handeln („Heb …“, „Schütte …“); eingekreist wird das Ergebnis.
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | 1 Meter Individuell. Gezeichnet wird ein zweites Ding, das etwa 1 m lang ist (das Tafel-Lineal ist das vorgemachte Beispiel). Gute Funde: Meterstab, das Tafel-Lineal einer anderen Klasse, Breite der Klassentür (ca. 90 cm bis 1 m), vom Boden bis zur Brust oder Achsel. Akzeptabel: ca. 90 cm bis 1 m 10 cm, mit dem Maßband nachgemessen (Schritt „Miss nach.“ mit Kästchen). ⚠ Die Zeichnung ist die Antwort; das Ding kann zusätzlich mündlich benannt werden („Die Tür ist 1 m breit.“). Vorher das Maßband zeigen und gemeinsam den Anfang bei 0 anlegen. |
| 2 | 1 Kilogramm Vorgemacht: Der Apfel ist leichter (ca. 150 g). Die volle Schultasche ist schwerer (meist 3–5 kg). Das Federpennal ist leichter (meist 200–400 g). ⚠ Erst heben, dann einkreisen: in einer Hand das Mehl (1 kg), in der anderen das Ding. Wer vorher eine Vermutung sagt, kann sie beim Heben prüfen. Im Zweifel entscheidet die Waage. |
| 3 | 1 Liter Vorgemacht: In die Tasse passt weniger (ca. ¼ ℓ). In den Kübel passt mehr (meist 5–10 ℓ). In das Glas passt weniger (ca. ¼ ℓ). ⚠ Erst umschütten, dann einkreisen: 1 ℓ Wasser (in der leeren Milchpackung oder im Messbecher bis zur Marke) in das Gefäß schütten. Beim Glas läuft es über, beim Kübel bleibt viel Platz. Mit einer Wanne oder im Freien arbeiten. Im Beispiel wird die Milchpackung mit Wasser gerade leer; das Wasser steht im Messbecher an der 1-ℓ-Marke. |
Lösung: Wie groß ist eigentlich …? 💬 Sprachsensibel
Hinweise
- Artikel oder Mehrzahl falsch (z. B. „die Maßband“, „die Messbechern“). → Farbiger Artikel im Wortspeicher; Wörter mit Artikel sprechen und schreiben.
- Schätzen ohne Begründung („Ich vermute 2 m.“). → Satzmuster „…, weil …“ verlangen den Stützpunkt als Grund.
- Maßzahl ohne Einheit („Die Turnbank ist ungefähr 4 lang.“). → Im Kasten „Ich schreibe“ immer Zahl und Einheit.
- Stützpunkt-Spalte erst nach dem Messen gefüllt. → Spalten der Reihe nach: 1., 2., 3.
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Wortspeicher Keine Aufgabe, sondern Nachschlagehilfe. Die Kinder lesen die Wörter, zeigen auf das Bild und sprechen Artikel und Mehrzahl mit: der Stützpunkt – die Stützpunkte, das Maßband – die Maßbänder, die Waage – die Waagen, der Messbecher – die Messbecher. Die Artikel sind farbig (der blau, die rot, das grün). Die Einheiten stehen mit Kurzzeichen: der Meter (m), der Zentimeter (cm), das Kilogramm (kg), der Liter (ℓ). Wiewörter mit Grund- und Vergleichsform (lang – länger), eigene Zeile „Wörter zum Schätzen“ (ungefähr, mehr, weniger, fast genau). ⚠ „Stützpunkt“ ist ein Fachwort mit anderer Alltagsbedeutung (Stützpunkt der Feuerwehr, Stütze). Kurz klären: Ein Stützpunkt ist ein Ding, dessen Größe ich kenne und mit dem ich vergleiche. Einheiten haben in der Mehrzahl keine Endung: 3 Meter, 2 Kilogramm, 5 Liter. |
| 2 | Finde deinen Stützpunkt Individuell, als ganzer Satz. Muster: „Der Meterstab ist ungefähr 1 m lang.“ – „Die Packung Zucker wiegt ungefähr 1 kg.“ – „In die Milchpackung passt ungefähr 1 ℓ.“ Gute Funde wie im Grundblatt: Meterstab, Tafel-Lineal, Breite der Klassentür; Packung Mehl oder Zucker, volle 1-ℓ-Flasche; Milchpackung, 1-ℓ-Flasche, Messbecher. Akzeptabel: ca. 90 cm bis 1 m 10 cm, ca. 800 g bis 1200 g, knapp unter bis knapp über 1 ℓ – jeweils geprüft (Kästchen). ⚠ Satz 3 verlangt den Akkusativ nach „in“: in die Flasche, in den Messbecher, in das Milchpackerl – drei Beispiele, die wirklich etwa 1 ℓ fassen. Satzanfang groß: Beim Eintragen in Satz 1 und 2 beginnt der Satz mit dem Artikel (Die Packung …). |
| 3 | Erst Stützpunkt, dann schätzen, dann messen Individuell. Zuerst mündlich mit den Satzmustern (mit Lücke für das Ding: „Die ___ ist höher / länger als …“), dann in die Tabelle. Richtwerte: Höhe der Klassentür ca. 2 m (Stützpunkt z. B. „ein Kind und noch ein halbes“ oder „2 Tafel-Lineale“, akzeptabel 1 m 80 cm bis 2 m 30 cm); Länge der Tafel meist 2 m bis 4 m (Stützpunkt: Tafel-Lineale oder Armspannen). Musterdialog Tür: „Mein Stützpunkt ist das Tafel-Lineal. Die Tür ist höher als das Tafel-Lineal. Ich vermute, die Tür ist ungefähr 2 m hoch, weil 2 Tafel-Lineale übereinander passen.“ – „Ich stimme zu.“ Tafel: „Die Tafel ist länger als das Tafel-Lineal. Ich vermute, die Tafel ist ungefähr 3 m lang, weil 3 Tafel-Lineale daneben passen.“ ⚠ Die Spalte „1. Mein Stützpunkt“ wird vor „2. Ich vermute“ gefüllt. Die Satzmuster sind Gerüst: Nach einigen Durchgängen die Kärtchen umdrehen und frei sprechen lassen. |
| 4 | Ich sage – ich schreibe Vorgemacht: „so lang wie 4 gespreizte Hände“ (Alltagssprache) → „so lang wie 4 Handspannen“ (dasselbe Maß, mit Fachwort) → „ungefähr 60 cm lang“ (Maßzahl und Einheit; 4 × 15 cm = 60 cm). Jetzt du: 4 Tafel-Lineale zu je 1 m → „Die Turnbank ist ungefähr 4 m lang.“ ⚠ Die Handspanne (Daumenspitze bis Spitze des kleinen Fingers, gespreizt; Bild der gespreizten Hand mit Maßpfeil oben rechts in der Karte) ist bei Kindern ca. 13–17 cm; „ungefähr 60 cm“ ist deshalb eine Schätzung. Ein Regalbrett mit 60 cm ist realistisch. Das Tafel-Lineal ist genau 1 m lang, die Rechnung bei der Turnbank ist exakt (4 × 1 m = 4 m); Turnbänke sind meist 3–4 m lang. |
Lösung: Die Waagen-Werkstatt
Hinweise
- Überarbeitung Runde 1: Szene ohne Menschen – Hase, Matholino und Igel vor flachen Pastell-Alpen; der Luftballon liegt am Boden (kein schwebender Helium-Ballon).
- Überarbeitung Runde 1: Aufgabe 1 hält das Ergebnis fest (Spalte „Stimmt?“ ✓/✗ statt „geprüft“); Paar 2 eindeutig („1 Blatt Papier – großer Radiergummi“).
- Überarbeitung Runde 1: Buch in Waage ③ klar als Buch erkennbar (blau, Seitenkante, Rücken); größere Beschriftungen unter den Waagen.
- Überarbeitung Runde 1: Aufgabe 3 mit Anleitung zum Wiegen; Aufgabe 4 „1 g“ als Zusatz (3. Schulstufe) markiert; Aufgabe 5 mit Teil ② „Vergleiche 2 Dinge“ und Schreibzeile.
- Überarbeitung Runde 2: Untertitel als offene Frage („Ist größer auch schwerer?“) statt der Lösung; Matholino winkt (Pose ohne Finger); Schriften einheitlich (Work Sans/Andika); Kartenoberkanten bündig; Aufgabe 5 mit „ja / nein“.
- Überarbeitung Runde 3: Waage ③ gespiegelt (Buch links → „links schwerer“), damit jede Antwort einmal vorkommt; Nüsse kleiner gezeichnet; Hase in Vorlagengröße; einheitliche Kartenüberschriften.
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Schätze zuerst!
⚠ Einen mit Luft (nicht mit Helium) aufgeblasenen Luftballon verwenden – ein Helium-Ballon zieht nach oben und verfälscht den Vergleich. Das Paar Papier – Radiergummi ist eindeutig gemacht: ein Blatt gegen einen großen Radiergummi; ein sehr kleiner Radiergummi (ca. 5 g) wöge etwa so viel wie ein A4-Blatt. Gilt trotzdem die Waage. |
| 2 | Die Balkenwaage
⚠ Alle drei Waagen haben dieselben drei Kästchen, die Antwort ist also nicht vorgegeben; jede der drei Antworten kommt genau einmal vor. Waage ① zeigt das Leitthema: Das größere Ding (Ballon) ist leichter. Die drei Waagen sind exakt gezeichnet (Drehpunkt in der Balkenmitte, gleich lange Arme und Schnüre, die tiefere Schale hängt an der tieferen Balkenseite). |
| 3 | Nüsse wiegen Vermutung: individuell. Gewogen: abhängig von Apfel und Nüssen; ein Apfel (im Thema m03 einheitlich 200 g = 20 dag) wiegt etwa so viel wie 20 Walnüsse; je nach Apfel akzeptabel ca. 12–25. Apfel in eine Schale, Nüsse einzeln in die andere, bis der Balken gerade ist. ⚠ Die Anleitung steht auf dem Blatt: Apfel in eine Schale, Nüsse einzeln in die andere, bis der Balken gerade ist. Die drei gezeichneten Nüsse mit „…“ sind nur ein Bild, keine Vorgabe; die Zeichnung ist nicht maßstäblich. Genaues Gleichgewicht gibt es selten – „zwischen 13 und 14 Nüssen“ ist eine wertvolle Antwort. |
| 4 | Stützpunkte
⚠ Stimmt für übliche Größen: Mehl meist in 1-kg-Packungen, die klassische Tafel Schokolade hat 100 g = 10 dag, eine Büroklammer wiegt je nach Größe etwa 1 g. Mit echten Packungen nachprüfen (Aufdruck lesen). g ist laut Lehrplan erst in der 3. Schulstufe neu (BMBWF, 2023a, S. 75); deshalb ist „1 g“ auf dem Blatt mit * als Zusatz markiert. In der 2. Schulstufe genügt es, 1 kg und 10 dag zu verbinden. |
| 5 | Bau dir eine Waage! Handlungsaufgabe. ① Beide Becher mit gleich langen Schnüren gleich weit außen an den Kleiderbügel hängen, den Bügel frei aufhängen und leer prüfen, ob er gerade hängt (sonst Schnur verschieben oder etwas Knetmasse als Ausgleich); dann „ja“ ankreuzen; bei „nein“ die Schnur verschieben, bis der Bügel gerade hängt. ② Zwei Dinge in die Becher legen: Die tiefere Seite ist schwerer. Satz ergänzen, z. B. „Der Radiergummi ist schwerer als der Bleistift.“ ⚠ Bewertet wird, ob die Waage leer ausgeglichen wurde und ob das Kind das Ergebnis richtig deutet (tiefere Seite = schwerer). |
Lösung: Die Waagen-Werkstatt 🔤 Leichte Sprache
Hinweise
- Herstellung V1: Blatt vollständig programmatisch mit PIL (img_src/m03_leicht.py, Zeichenhilfen img_src/m03_var_lib.py); Figuren Matholino (winkt) und Igel als Original-PNG über szene.py.
- Korrektur im Entwurf: Paar „Feder“ wirkte als Blatt Papier – Feder mit Kiel und schmaler werdender Fahne neu gezeichnet; dreizeilige Beschriftung „Watte-/bausch“ durch „Watte·bausch“ (Mediopunkt, einzeilig) ersetzt; alle Texte auf mindestens 26 px Andika angehoben.
- Korrektur im Entwurf: Landschaft ragte unter die Karten, Bäume standen hinter dem Untertitel – Landschaft auf den Kopfbereich begrenzt, Bäume versetzt.
- Überarbeitung Runde 1 (eval/m03_paket_runde1.md): L1 Ballon mit Knoten und Schnur; L2 Wörter unter allen Waagschalen (Andika 26 px); L3 Schwamm statt Wattebausch (mehr als doppelt so breit wie der Stein); L4 „Welche Waage ist gerade? Kreuze an.“ statt ja/nein; L5 Einführung mit schiefer Waage und Pfeil nach unten; L6 gerade Waage mit grüner Waagrechten; L7 Kästchen 44 px, Abstand zu den Wörtern ≥ 15 px. Regel 8: Aufgabe 1 mit Handvergleich als unbewertete Vermutung.
- Überarbeitung Runde 2 (eval/m03_paket_runde2.md): L1 Kopf auf 240 px, Zeilen neu verteilt, Ballon mit 22 px Luft zur Beispielkarte; L2 Ballon liegend in Hellrot mit Knoten, Schnur über dem Schalenrand und Glanzlicht (Runde-1-Korrektur jetzt auch auf der Waagschale sichtbar); L3 Zeilenabstand der Einführung in A3 ≈ 1,3; L4 dritter Schritt „Prüfe mit der Waage. Kreise ein.“ mit Waagen-Symbol, Beispiel eingekreist; L5 „Die Seite unten ist schwerer.“, Auftrag „Kreuze an: Was ist schwerer?“; L6 Nüsse 20 px wie in A2, als 2 + 1 gestapelt; L7 Glasmurmel mit Spirale und Glanzpunkt; L8 Ballon mehr als doppelt so breit wie der Apfel; L9 bei gleichen Schalen ein Wort unter der Waage, sonst Wortpaar mit 36 px Abstand.
- Schlussprüfung Runde 3 (eval/m03_paket_runde3.md): L-J1 `sinn` an die Blatt-Formulierung angepasst, L-J2 `vergleich` (Äpfel, Nüsse), L-F1 angeschnittene Sonne im Kopf entfernt.
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Was ist schwerer? (mit der Hand)
⚠ Nur mit echten Dingen und einer Balkenwaage durchführen – aus dem Bild allein lässt sich Masse nicht beurteilen. Auf dem Blatt stehen die drei Schritte: „Nimm die Dinge in die Hand. Kreuze an. Prüfe mit der Waage. Kreise ein.“ Den Ballon mit Luft aufblasen, nicht mit Helium. |
| 2 | Lies die Waage.
⚠ Die Waagen sind exakt gezeichnet: Drehpunkt in der Balkenmitte, gleich lange Arme und Schnüre, die tiefere Schale hängt an der tieferen Balkenseite. Unter jeder Schale steht das Wort. Regel auf dem Blatt: „Die Seite unten ist schwerer.“ Entschieden wird nur an der Waage (welche Schale ist unten?), nicht an der Größe der Dinge. Eine Walnuss wiegt ca. 10 g, ein Luftballon ca. 3–5 g. |
| 3 | Gleich schwer?
⚠ Auftrag: „Welche Waage ist gerade? Kreuze an.“ – ein Kästchen pro Waage. Das Bild idealisiert: Echte Äpfel und Nüsse sind selten genau gleich schwer; im Gespräch „ungefähr gleich schwer“ zulassen. |
Lösung: Die Waagen-Werkstatt 💬 Sprachsensibel
Hinweise
- Herstellung V1: Blatt vollständig programmatisch mit PIL (img_src/m03_sprache.py, Zeichenhilfen img_src/m03_var_lib.py); Figuren Matholino (winkt), Küken, Eule und Fuchs als Original-PNG über szene.py.
- Korrektur im Entwurf: Wortspeicher zuerst als beschriftete Waage mit Zeigelinien – Beschriftungen überlappten; ersetzt durch drei Bild-Wort-Karten mit violett markiertem Teil.
- Korrektur im Entwurf: Hase überdeckte das Abzeichen – durch das kleinere Küken ersetzt; Sprechblasen in Aufgabe 4 so gesetzt, dass die Spitzen auf Fuchs (vermutet) und Eule (prüft) zeigen; Überschrift 4 gekürzt („Vermuten und prüfen“).
- Korrektur im Entwurf: Schreiblinien hatten nur ca. 35–45 px Platz darüber (unter 12 mm) – Kartenreihen neu aufgeteilt (Reihe 1 bis y 660), jetzt 62–71 px (12–14 mm) über jeder Schreiblinie; dafür in Aufgabe 3 der Satz „Der Stein ist kleiner, aber …“ nur noch mündlich.
- Überarbeitung Runde 1 (eval/m03_paket_runde1.md): S1 Lücken in eigenen Zeilen über die volle Spaltenbreite (ca. 47 mm, ≥ 62 px Platz darüber); S2 Etikett „Beispiel“ neben der Nummer; S3 Ballon mit Knoten und Schnur; S4 Auftrag „Was zeigt die Waage?“; S5 Sprechauftrag in Aufgabe 5 und „wiegt 15 dag“ statt „ungefähr“; S6 „größer als der Stein“; S7/S8 Abstände; S9 oben – unten – gerade; S10 Registernamen für Kinder. Kopfbereich auf 232 px verkürzt (Matholino 190 px). S11 (Pose denken) in Runde 1 noch nicht zugelassen, in Runde 2 umgesetzt.
- Überarbeitung Runde 2 (eval/m03_paket_runde2.md): S1 „oben – unten – gerade“ unter eigener Überschrift „Lagewörter (Wo?)“; S2 Ballon liegend in Hellrot mit Knoten, Schnur über dem Schalenrand, Glanzlicht und 20 % größer; S3 „der Stein“ ≥ 30 px von „der Luftballon“; S4 Matholino in der Pose denken zur Blase „Ich vermute …“; S5/S6 Aufgabe 4 „Sprecht zu zweit. Nehmt 2 Dinge in die Hände. Legt sie dann auf die Waage.“; S7 Weg zum Birnenwert im Lösungshinweis; S8 „die Luft“ im Wortspeicher und neben dem Ballon; S9 Apfel im ganzen Thema 200 g = 20 dag.
- Schlussprüfung Runde 3: Spiel – Ballon auf der Waage in voller Größe (größer als Stein und Apfel), Birne im ganzen Thema 200 g, Eier kleiner (4 in einer Reihe), Zeigelinie „die Waage“ auf einen Rahmen um das ganze Gerät.
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Wortspeicher Keine Aufgabe, sondern Nachschlagehilfe. Mehrzahl: die Waagen, die Balken (gleich wie die Einzahl), die Waagschalen. Wiewörter: schwer – schwerer – am schwersten, leicht – leichter – am leichtesten, gleich schwer = so schwer wie. Lagewörter (Wo?): oben – unten – gerade. Namenwort für Aufgabe 3: die Luft. ⚠ Die Farben der Artikel gelten auf dem ganzen Blatt und im Spiel (der blau, die rot, das grün). „Das Gewicht“ fehlt bewusst: Das Wort wird im Alltag (Masse) und im Physikunterricht (Kraft) verschieden gebraucht; die Lehrperson entscheidet, ob sie es einführt. |
| 2 | Die Balkenwaage – Was zeigt die Waage?
⚠ Der Auftrag „Was zeigt die Waage?“ passt auch zu ② (keine Seite schwerer). Bei ② passt nur „so schwer“ oder „gleich schwer“ vor „wie“, nicht „schwerer“ (das verlangt „als“). Bei ③ auf Artikel und Großschreibung am Satzanfang achten. Jede Lücke hat eine eigene Zeile über die ganze Spaltenbreite (ca. 47 mm) mit mindestens 12 mm Platz darüber. Die Waagen sind exakt gezeichnet (Drehpunkt in der Mitte, gleich lange Arme, das Etikett „Beispiel“ überdeckt nichts). ② ist idealisiert: Apfel und Birne wiegen real selten genau gleich viel. Im ganzen Thema m03 (Blätter und Spiele) wiegen Apfel und Birne einheitlich je 200 g = 20 dag. |
| 3 | Groß, aber leicht „Der Luftballon ist größer als der Stein, aber leichter.“ – „Der Luftballon ist leicht, weil innen nur Luft ist.“ (auch: „… weil er mit Luft gefüllt ist.“) Mündlich ergänzen: „Der Stein ist kleiner, aber schwerer.“ ⚠ Grundlage ist Waage ③ – entschieden wird an der Waage, nicht am Bild der Dinge. Im „weil“-Satz steht das Verb am Ende; „weil innen ist nur Luft“ mündlich akzeptieren, schriftlich das Muster zeigen. „Weil er groß ist“ ist fachlich falsch und ein guter Gesprächsanlass. |
| 4 | Vermuten und prüfen Handlung und Gespräch zu zweit: zwei Dinge in die Hände nehmen, vermuten („Ich vermute, dass der Radiergummi schwerer ist, weil er sich schwerer anfühlt.“), dann auf die Waage legen und prüfen („Wir prüfen: Die Seite mit dem Radiergummi geht nach unten.“). ⚠ Große, leichte gegen kleine, schwere Dinge wählen (Schwamm – Schraube, Luftballon – Murmel wäre knapp, besser Luftballon – Radiergummi). Die Partner*innen wechseln die Rollen. |
| 5 | Vom Sagen zum Messen Sprechauftrag: „Lies von unten nach oben. Sag die 3 Sätze für die Birne.“ Modell: „Der ist schwer!“ (zu Hause) → „Der Apfel ist schwerer als die Nuss.“ (in der Schule) → „Der Apfel wiegt 20 dag.“ (in Mathe). Für die Birne: „Die ist schwer!“ → „Die Birne ist schwerer als die Nuss.“ → „Die Birne wiegt 20 dag.“ Den Wert erschließen: In Aufgabe 2 ② ist die Birne so schwer wie der Apfel, und der Apfel wiegt 20 dag. Alternativ die echte Birne wiegen und den abgelesenen Wert sagen. ⚠ „Ich messe“ heißt: einen Wert an der Waage ablesen (deshalb ohne „ungefähr“). Im ganzen Thema m03 wiegt der Apfel 200 g = 20 dag (auch in den Spielen); reale Äpfel wiegen etwa 12–25 dag. dag ist ab der 2. Schulstufe vorgesehen (BMBWF, 2023a, S. 74). |
Lösung: Wie spät ist es?
Hinweise
- Altes Blatt ab06: „viertel nach vier“ als einzige Form ohne Rücksicht auf die Region – jetzt zwei Fassungen: Westfassung („viertel nach zwei“, „viertel vor drei“) und Ostfassung („viertel drei“, „dreiviertel drei“); alle Beschriftungen und die Aussage in Aufgabe 5 sind regional angepasst.
- Altes Blatt ab06: Zeit-Zug ohne Rechenrichtung – jetzt mit Auftrag „Rechne immer vom Wagen davor weiter!“.
- Altes Blatt ab06: Zeitstrahl ohne Halbstunden – jetzt exakt gezeichnet, gleiche Abstände, Beginn 8:30 und Ende 11:00 rot markiert.
- Altes Blatt ab06: Schlafdauer über Mitternacht (eher 4. Schulstufe) gestrichen; stattdessen eine Uhr-Lese-Aufgabe zur Zeitsprache.
- Alle Uhren sind rechnerisch gezeichnet (Stundenzeiger wandert mit: 2:15 → 67,5°, 2:30 → 75°, 2:45 → 82,5°); die Minutenzeiger reichen einheitlich bis zu den Minutenstrichen, die Ziffern liegen darüber und bleiben lesbar.
- Überarbeitung: Szene ohne Menschen (Matholino winkt, Küken, Bahnhofsuhr mit 8:30 vor flachen Pastell-Alpen); Verbinden-Aufgabe mit rund 21 mm breitem Streifen für die Linien; größere Zifferblätter zum Einzeichnen (ca. 37 mm); einheitliche Schriften; Zeit-Zug fährt in Rechenrichtung und hat größere Schreibfelder.
- Regionsfassungen: Ein Skript erzeugt beide Blätter (img_src/m04_ueberarbeitung.py --region west|ost); die Ostfassung ist pixelgleich mit dem bisherigen Blatt.
Westösterreich
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Welche Uhr passt? Die Uhren zeigen von oben nach unten 2:45, 2:15 und 2:30. Also: 1. Uhr – viertel vor drei; 2. Uhr – viertel nach zwei; 3. Uhr – halb drei. Bei allen drei Uhren steht der kleine Zeiger zwischen 2 und 3: bei viertel nach zwei knapp nach der 2, bei halb drei genau in der Mitte, bei viertel vor drei knapp vor der 3. ⚠ Die Kärtchen stehen rechts in anderer Reihenfolge als die Uhren, sodass die Verbindungslinien Platz haben und nicht einfach waagrecht gezogen werden können. Alle drei Zeiten liegen in derselben Stunde: So wird sichtbar, dass der kleine Zeiger mitwandert. „Viertel nach zwei“ nennt die vergangene Stunde, „halb drei“ und „viertel vor drei“ nennen die kommende – genau hier liegt die typische Stolperstelle der westösterreichischen Sprechweise („halb drei“ als 3:30 gedeutet). |
| 2 | Stell die Uhr!
⚠ Das Blatt erinnert: „Der kleine Zeiger ist kurz, der große Zeiger ist lang.“ Häufiger Fehler bei „viertel vor zehn“: kleiner Zeiger genau auf der 10 oder zwischen 10 und 11. Diese Westfassung verwendet die westösterreichische Sprechweise; in Ostösterreich sagt man „viertel acht“ bzw. „dreiviertel zehn“ – dafür gibt es die Ostfassung. Kinder aus anderen Regionen kennen die andere Form: beide Sprechweisen kurz besprechen. |
| 3 | Wie lange dauert der Film? Er dauert 2 h 30 min (= 150 min). Am Zeitstrahl: 8:30 → 9:00 = 30 min; 9:00 → 11:00 = 2 h; zusammen 2 h 30 min. ⚠ Typische Fehlantwort: „3 h 30 min“ oder „3 h“ (Stunden 11 − 8 und Minuten getrennt gerechnet). Der Zeitstrahl hat gleich große Halbstundenschritte; Beginn (8:30) und Ende (11:00) sind rot markiert. |
| 4 | Der Zeit-Zug Immer vom Wagen davor weiter (der Zug fährt nach rechts, die Rechenbögen zeigen die Richtung): 9:00 + 15 min → 9:15; 9:15 + 30 min → 9:45; 9:45 + 1 h → 10:45. ⚠ Wer jeden Wagen ab 9:00 rechnet (9:15 / 9:30 / 10:00), hat den Auftrag „Rechne immer vom Wagen davor weiter!“ überlesen. |
| 5 | Stimmt das?
⚠ Die dritte Aussage prüft das Verständnis aus Aufgabe 1: Wer „richtig“ ankreuzt, denkt sich den kleinen Zeiger als „Sprungzeiger“, der nur von Zahl zu Zahl springt. |
Ostösterreich
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Welche Uhr passt? Die Uhren zeigen von oben nach unten 2:45, 2:15 und 2:30. Also: 1. Uhr – dreiviertel drei; 2. Uhr – viertel drei; 3. Uhr – halb drei. Bei allen drei Uhren steht der kleine Zeiger zwischen 2 und 3: bei viertel drei knapp nach der 2, bei halb drei genau in der Mitte, bei dreiviertel drei knapp vor der 3. ⚠ Die Kärtchen stehen rechts in anderer Reihenfolge als die Uhren, sodass die Verbindungslinien Platz haben und nicht einfach waagrecht gezogen werden können. Alle drei Zeiten liegen in derselben Stunde, damit die österreichische Zeitsprache („viertel/halb/dreiviertel drei“ = auf dem Weg zur 3) im Mittelpunkt steht. Wer „viertel drei“ als 3:15 deutet, übersetzt wörtlich; der Blick auf den kleinen Zeiger (noch nicht bei der 3) klärt das. |
| 2 | Stell die Uhr!
⚠ Das Blatt erinnert: „Der kleine Zeiger ist kurz, der große Zeiger ist lang.“ Beim Kontrollieren auf den kleinen Zeiger achten: Er steht nur bei vollen Stunden genau auf einer Zahl. Diese Ostfassung verwendet die ostösterreichische Sprechweise; in Westösterreich (und großen Teilen Deutschlands) sagt man „viertel nach sieben“ bzw. „viertel vor zehn“ – dafür gibt es die Westfassung des Blatts. Kinder aus anderen Regionen kennen die andere Form: beide Sprechweisen kurz besprechen. |
| 3 | Wie lange dauert der Film? Er dauert 2 h 30 min (= 150 min). Am Zeitstrahl: 8:30 → 9:00 = 30 min; 9:00 → 11:00 = 2 h; zusammen 2 h 30 min. ⚠ Typische Fehlantwort: „3 h 30 min“ oder „3 h“ (Stunden 11 − 8 und Minuten getrennt gerechnet). Der Zeitstrahl hat gleich große Halbstundenschritte; Beginn (8:30) und Ende (11:00) sind rot markiert. |
| 4 | Der Zeit-Zug Immer vom Wagen davor weiter (der Zug fährt nach rechts, die Rechenbögen zeigen die Richtung): 9:00 + 15 min → 9:15; 9:15 + 30 min → 9:45; 9:45 + 1 h → 10:45. ⚠ Wer jeden Wagen ab 9:00 rechnet (9:15 / 9:30 / 10:00), hat den Auftrag „Rechne immer vom Wagen davor weiter!“ überlesen. |
| 5 | Stimmt das?
⚠ Die dritte Aussage prüft das Verständnis aus Aufgabe 1: Wer „richtig“ ankreuzt, hat die Stellung des Stundenzeigers noch nicht mit der Sprechweise verbunden. |
Lösung: Wie spät ist es? 🔤 Leichte Sprache
Hinweise
- Archivblatt ab06l: nur volle und halbe Stunden – die Viertelstunden (Kern des Grundblatts) fehlten ganz; jetzt je eine Viertelstunde in A1 und A2, in der regionalen Sprechweise.
- Archivblatt ab06l: gemalte Uhren mit ungenauen Zeigern – jetzt alle Uhren rechnerisch exakt (kleiner Zeiger bei 4:30 genau in der Mitte, bei 3:45 bei drei Vierteln des Weges).
- Keine Menschen auf dem Blatt: Matholino führt durch das Blatt, die Sprechblase verrät keine Lösung.
Westösterreich
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Verbinde.
⚠ Die Karten stehen in anderer Reihenfolge als die Uhren; die Linien kreuzen sich. Wer „halb 5“ mit der 3. Uhr verbindet, liest nur den kleinen Zeiger ungefähr ab – den großen Zeiger zeigen lassen: „Wo zeigt er hin?“ |
| 2 | Zeichne den großen Zeiger.
⚠ Der kleine Zeiger ist vorgegeben und steht richtig zwischen den Zahlen. Das Kind soll ihn nicht verändern, sondern nur den großen Zeiger ergänzen; im Gespräch darauf hinweisen, warum der kleine Zeiger nicht genau auf einer Zahl steht. |
| 3 | Zähle die Stunden. Der Ausflug dauert 2 Stunden: ein Sprung von 9 Uhr bis 10 Uhr und ein Sprung von 10 Uhr bis 11 Uhr. ⚠ Typischer Fehler: Striche statt Sprünge zählen (9, 10, 11 = „3“). Das Beispiel zeigt: Ein Sprung zwischen zwei Strichen ist eine Stunde. |
Ostösterreich
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Verbinde.
⚠ Die Karten stehen in anderer Reihenfolge als die Uhren; die Linien kreuzen sich. Wer „halb 5“ mit der 3. Uhr verbindet, liest nur den kleinen Zeiger ungefähr ab – den großen Zeiger zeigen lassen: „Wo zeigt er hin?“ „viertel 8“ als 8:15 zu deuten ist der typische Fehler der ostösterreichischen Sprechweise: Der kleine Zeiger ist noch nicht bei der 8. |
| 2 | Zeichne den großen Zeiger.
⚠ Der kleine Zeiger ist vorgegeben und steht richtig zwischen den Zahlen. Das Kind soll ihn nicht verändern, sondern nur den großen Zeiger ergänzen; im Gespräch darauf hinweisen, warum der kleine Zeiger nicht genau auf einer Zahl steht. |
| 3 | Zähle die Stunden. Der Ausflug dauert 2 Stunden: ein Sprung von 9 Uhr bis 10 Uhr und ein Sprung von 10 Uhr bis 11 Uhr. ⚠ Typischer Fehler: Striche statt Sprünge zählen (9, 10, 11 = „3“). Das Beispiel zeigt: Ein Sprung zwischen zwei Strichen ist eine Stunde. |
Lösung: Wie spät ist es? 💬 Sprachsensibel
Hinweise
- Archivblatt ab06s stellte die ostösterreichische Form als „So sagen wir in Österreich“ vor – jetzt je eine West- und Ostfassung mit der regionalen Form.
- Archivblatt ab06s: gemalte Uhren mussten nachkorrigiert werden – jetzt alle Uhren rechnerisch exakt, der kleine Zeiger wandert mit (2:15 → 67,5°, 2:30 → 75°, 2:45 → 82,5°).
- Archivblatt ab06s zeigte gemalte Menschenkinder im Sprechauftrag – jetzt Matholino und Fuchs; die Sprechblasen enthalten nur Satzmuster, keine Lösung.
Westösterreich
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | So sagen wir die Uhrzeit.
⚠ Die Hilfe nimmt von links nach rechts ab (Vorbild – Lücke – fast leer). Die Zeile „Der kleine Zeiger steht …“ verbindet die Alltagssprache („viertel nach zwei“) mit einer genauen Beschreibung der Zeigerstellung; Lagewörter (knapp nach, in der Mitte, kurz vor) stehen im Wortspeicher. |
| 2 | Wie lange dauert der Film? Vermutung: individuell (mit Begründung). Zuerst: von 8:30 bis 9:00 sind es 30 Minuten. Dann: von 9:00 bis 11:00 sind es 2 Stunden. Der Film dauert 2 Stunden und 30 Minuten. ⚠ Das Satzmuster „Zuerst …, dann …“ trägt die Rechenstrategie (bis zur vollen Stunde, dann volle Stunden). Typischer Fehler: „3 Stunden 30 Minuten“ (11 − 8 und 30 getrennt gerechnet). |
| 3 | Sprecht zu zweit. Mündlich. Beispiel: „Wie spät ist es?“ – „Es ist viertel nach vier. Der große Zeiger zeigt auf die 3.“ Danach: „Wie sagt man das in deiner Sprache?“ ⚠ Auf ganze Sätze achten und die Satzmuster aus den Sprechblasen einfordern. Die Frage nach der Herkunftssprache öffnet einen Sprachvergleich (z. B. Englisch „quarter past four“). |
Ostösterreich
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | So sagen wir die Uhrzeit.
⚠ Die Hilfe nimmt von links nach rechts ab (Vorbild – Lücke – fast leer). Die Zeile „Der kleine Zeiger steht …“ verbindet die Alltagssprache („viertel drei“) mit einer genauen Beschreibung der Zeigerstellung; Lagewörter (knapp nach, in der Mitte, kurz vor) stehen im Wortspeicher. |
| 2 | Wie lange dauert der Film? Vermutung: individuell (mit Begründung). Zuerst: von 8:30 bis 9:00 sind es 30 Minuten. Dann: von 9:00 bis 11:00 sind es 2 Stunden. Der Film dauert 2 Stunden und 30 Minuten. ⚠ Das Satzmuster „Zuerst …, dann …“ trägt die Rechenstrategie (bis zur vollen Stunde, dann volle Stunden). Typischer Fehler: „3 Stunden 30 Minuten“ (11 − 8 und 30 getrennt gerechnet). |
| 3 | Sprecht zu zweit. Mündlich. Beispiel: „Wie spät ist es?“ – „Es ist viertel fünf. Der große Zeiger zeigt auf die 3.“ Danach: „Wie sagt man das in deiner Sprache?“ ⚠ Auf ganze Sätze achten und die Satzmuster aus den Sprechblasen einfordern. Die Frage nach der Herkunftssprache öffnet einen Sprachvergleich (z. B. Englisch „quarter past four“). |
Lösung: Wo ist mehr Wasser?
Hinweise
- Altes Blatt ab04 (v1): Gefäße als 2D-Rechtecke – nur für kastenförmige Gefäße gleicher Tiefe stimmig. Jetzt exakt als Quader im Schrägbild mit gleicher Tiefe, Breite × Wasserhöhe überall 3600.
- Altes Blatt ab04 (v1): „Becher“ nicht festgelegt – jetzt Regel „Nimm immer denselben Becher und füll ihn bis zum Rand.“
- Altes Blatt ab04 (v1): Aufgabe „Ordne!“ nannte die Gefäße nicht – jetzt „Die 4 Gefäße aus Aufgabe 2“.
- Altes Blatt ab04 (v1): „niedriger“ fehlte im Wortspeicher – ergänzt.
- Der Wortspeicher ist jetzt Hilfe statt nummerierte Aufgabe.
- Blatt v1 (Runde 1): Die Szene zeigte zwei Menschenkinder und einen gemalten, nicht vorlagentreuen Matholino (Mund, Finger). Jetzt flache Pastell-Alpen (mit PIL gezeichnet) mit den Originalfiguren Matholino, Fuchs und Eule; Gefäße, Becher und Wasser exakt gerechnet.
- Blatt v1 (Runde 1): Aufgabe 1 verriet die Lösung („In jedes Gefäß kam genau ein Becher Wasser“) und zeigte den Becher nicht. Jetzt steht über jedem Gefäß derselbe volle Becher mit Gießpfeil; der Text nennt keine Menge mehr, dazu „Kreuze an.“; die Gefäße sind oben offen gezeichnet.
- Blatt v1 (Runde 1): Aufgabe 4 sprach vom „hohen Glas“, das es in Aufgabe 1 nicht gibt – jetzt „In Gefäß A …“ und „Aber in A, B und C ist gleich viel, weil …“.
- Blatt v1 (Runde 1): In Aufgabe 3 erzwangen feste Pfeile eine strenge Reihenfolge, obwohl gleiche Becherzahlen möglich sind – jetzt Kreise für → oder =.
- Blatt v2 (Runde 2): Aufgabe 4 gab mit „Aber in A, B und C ist gleich viel, weil …“ die Lösung von Aufgabe 1 vor – jetzt neutral: „Der Fuchs meint: „In A ist mehr Wasser.“ Stimmt das? Ich denke: …, weil …“.
- Blatt v2 (Runde 2): Drei Schriften gemischt (u. a. eine schmale Grotesk in Aufgabe 2, Tabelle, Ankreuzzeile, Wortspeicher) – jetzt alle Auftrags- und Tabellentexte in Andika, Überschriften in Fredoka.
- Blatt v2 (Runde 2): Matholino mit Zeigefinger-Pose ersetzt (jetzt „jubeln“ neben Gefäß A, der Fuchs gießt); Szenengefäße in der Reihenfolge A, B, C beschriftet; Eule verkleinert; A1-Text im Präsens passend zu den vollen Bechern; Gefäßöffnungen ohne Deckelfläche.
- Blatt v2 (Runde 3): In der Szene war C erst halb gefüllt, dadurch stimmte die Fuchs-Behauptung „In A ist mehr!“ im Vergleich zu C, und der jubelnde Matholino neben A wirkte wie eine Bestätigung. Jetzt sind A, B und C fertig und exakt gleich voll, der Fuchs hält den leeren Becher aufrecht, Matholino winkt rechts abseits. Außerdem: Farbfleck an Karte 1 entfernt, Kästchen in Aufgabe 3 auf ≈ 25 mm verbreitert mit „Schreib die Namen der Gefäße.“, Legende „→ das nächste fasst mehr“.
- Korrektur der Lehrperson (Volumen statt Fläche): Der Becher in Aufgabe 1 und in der Szene war ein nicht maßstäbliches Symbol. Jetzt ist er maßstäblich gezeichnet – sein Wasservolumen (Kegelstumpf) ist genau das Wasservolumen jedes Gefäßes (Quader, gleiche Tiefe). Im Spiel wird der Pegel jetzt aus dem Volumen (Rotationskörper) berechnet, und der Becher steht von Anfang an maßstäblich neben dem Gefäß. Nachtrag: Die Becher behalten im Spiel ihre Größe (voll, beim Gießen, leer auf dem Tablett in 5er-Reihen). Level 3 verlangt nicht mehr, das Fassungsvermögen aus der Zeichnung abzulesen: erst vermuten (nicht bewertet), dann jedes Gefäß in Becher umschütten, dann nach der Becherzahl ordnen (Gleichstand erlaubt). Auf dem Blatt hat der Becher in Aufgabe 1 und in der Szene dieselbe Größe; Aufgabe 2 zeigt nur Namensbilder.
- Gutachten Paket Runde 1: Neben den nicht maßstäblichen Gefäßbildern in Aufgabe 2 stand der maßstäbliche Becher – der Krug wirkte wie gut 1 Becher. Der Becher ist dort entfernt, ein Vermerk „Die Bilder zeigen nur den Namen.“ steht über der Tabelle. Im Spiel: ein einziger Bechermaßstab (0,7) in allen Levels, Becher im Glas-Look des Blatts, Gefäße mit Rand- und Wasser-Ellipse, Bezugsbecher schon beim Vermuten in Level 3, Level 4 ohne Bildvergleich (Bilder ausdrücklich nicht maßstäblich), Messbecher nur mit ½ ℓ und 1 ℓ beschriftet.
- Runde 2: Im Spiel sind die Vergleiche gemischt – das höchste Gefäß fasst mal am wenigsten, mal am meisten, mal gleich viel wie ein anderes (Level 3); nur Umschütten und Zählen führt sicher zum Ziel. Bechervolumen im Spiel aus dem gezeichneten Umriss (Randradius des Wassers 30,16 statt 29,3). L1-Tipp bezieht sich jetzt auf das gewählte Gefäß.
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Genau hinschauen! Richtig ist „überall gleich viel“. Über jedem Gefäß ist derselbe volle Becher abgebildet, und er wird ganz ausgeschüttet – nichts kam dazu, nichts wurde weggenommen. In A steht das Wasser am höchsten, weil A schmal ist; in B am niedrigsten, weil B breit ist; C liegt dazwischen. Auch das Bild passt, und zwar räumlich: Die drei Gefäße sind gleich tief (Tiefe 52 Zeicheneinheiten, Schrägbild mit auf die Hälfte verkürzten Tiefenkanten), Breite × Wasserhöhe ist bei allen gleich (A 40 × 90, B 144 × 25, C 72 × 50 = je 3600), das Wasservolumen also je 3600 × 52 ≈ 187 800. Der Becher ist maßstäblich gezeichnet: ein Kegelstumpf (Randradius 34, Bodenradius 23, Höhe 79, Wasser bis 93 % der Höhe) mit genau diesem Wasservolumen – deshalb ist er breiter als Gefäß A. ⚠ Die Begründung soll sich auf die Handlung stützen (gleicher Becher, alles umgeschüttet), nicht auf Nachmessen im Bild. Wer „A“ ankreuzt, schließt von der Höhe auf die Menge – so wie der Fuchs in der Szene („In A ist mehr!“). In der Szene sind A, B und C fertig befüllt und enthalten gleich viel Wasser; die Frage der Eule („Stimmt das?“) eignet sich als Gesprächsanlass. |
| 2 | Vermuten – Füllen – Zählen Individuell – hängt von den echten Gefäßen und vom Becher ab. Richtwerte mit einem Becher von ca. ¼ ℓ: Vase ca. 2–4 Becher, Schüssel ca. 2 Becher, Krug (1–2 ℓ) ca. 4–8 Becher, Flasche ca. 2–4 Becher. Bewertung: Die Vermutung steht vor dem Füllen in der Tabelle; gezählt wird immer mit demselben, randvollen Becher; Reste als „und ein halber Becher“ oder „fast 3“ notieren. ⚠ Die Lehrperson legt den Becher fest und vereinbart, bis wohin die Gefäße gefüllt werden (Rand oder Marke). Die Gefäßbilder in der Tabelle sind nur Namensbilder (nicht maßstäblich, am Blatt vermerkt). Vermutet wird am echten Gefäß: Die Kinder halten den echten Becher daneben, bevor sie ihre Vermutung eintragen. |
| 3 | Ordne! Die 4 Gefäße aus Aufgabe 2 nach den gezählten Bechern ordnen, von wenig nach viel, und ihre Namen in die Kästchen schreiben. In die Kreise zwischen den Kästchen kommt → (das nächste fasst mehr) oder = (gleich viel). Beispiel: Schüssel (2) → Flasche (3) → Vase (3 und ein halber) → Krug (5); bei Flasche 3 und Vase 3: Flasche = Vase. ⚠ Geordnet wird nach dem Fassungsvermögen, nicht nach der Höhe – die schlanke Flasche ist oft das höchste, aber nicht das größte Gefäß. |
| 4 | Forschungs-Satz Musterlösung: „Der Fuchs meint: In A ist mehr Wasser. Stimmt das? Ich denke: Nein, in A, B und C ist gleich viel, weil in jedes Gefäß genau ein voller Becher geschüttet wurde. In A steht das Wasser nur höher, weil A schmäler ist; B ist niedriger, aber breiter.“ Auch richtig: „…, weil wir es zurück in den Becher schütten können und er wieder genau voll ist.“ Bewertung: Gute Begründungen nennen mindestens eines davon: nichts dazu/nichts weg; man kann zurückschütten; höher, aber schmäler. Nur „weil es so ist“ genügt nicht. ⚠ Der Wortspeicher unterstützt die Begründung; in der Vorschulstufe wird der Satz mündlich gebildet. |
Lösung: Wo ist mehr Wasser? 🔤 Leichte Sprache
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Umschütten Beide Du-Reihen: gleich viel Wasser. Der ganze Becher kommt in das Gefäß – nichts kommt dazu, nichts geht weg. Im schmalen hohen Glas steht das Wasser hoch, im breiten Glas niedrig. Die Zeichnung ist volumentreu: Der Becher ist ein Kegelstumpf (Randradius 20 px, Bodenradius 13,6 px, Wasser bis 93 % der Höhe; Wasser ≈ 37 600 px³). Die Zylinder haben genau dieses Wasservolumen (π·r²·h): Beispiel r = 38 → h ≈ 8,3; hohes Glas r = 12 → h ≈ 83; Glas r = 26 → h ≈ 17,7. ⚠ Vor dem Blatt mit echtem Wasser vorzeigen und zurückschütten lassen: Der Becher ist danach wieder genau voll. Wer im hohen Glas „mehr Wasser“ ankreuzt, urteilt nach der Höhe – dann das Umschütten wiederholen. Die Ankreuzfelder stehen in jeder Reihe in anderer Reihenfolge – das Beispiel lässt sich nicht einfach abschreiben. |
| 2 | Becher zählen Individuell, je nach Becher und Gefäß. Für jeden Becher ein Strich, dann die Zahl. Richtwerte mit einem Becher von ca. ¼ ℓ: Krug (1 ℓ) ca. 4 Becher, großer Krug bis 8; Flasche (½ ℓ) ca. 2 Becher, 1-ℓ-Flasche ca. 4. ⚠ Die Lehrperson gibt den Becher vor und zeigt, bis wohin gefüllt wird. Reste als „und ein bisschen“ sprechen lassen. Die Striche stützen das Zählen und machen Doppelzählungen sichtbar. Die grauen Gefäßbilder in der Tabelle sind nur Namensbilder, nicht maßstäblich – das steht auch auf dem Blatt („Die Bilder zeigen nur den Namen.“). |
| 3 | Was fasst mehr? Den Krug einkreisen: Er fasst 4 Becher, die Flasche nur 2 – obwohl die Flasche höher ist. Die Gefäße sind im selben Maßstab wie die Becher gezeichnet (Rotationskörper mit genau 2, 3, 2 bzw. 4 Bechern Volumen, randvoll gezeichnet; alle Becher auf dem Blatt gleich groß). ⚠ Entscheidend ist die Becherzahl, nicht das Aussehen. Wer die Flasche einkreist, schaut auf die Höhe – nachfragen: „Wie viele Becher passen in die Flasche?“ |
Lösung: Wo ist mehr Wasser? 💬 Sprachsensibel
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Genau hinschauen Richtig ist „überall gleich viel“: In jedes Gefäß wird derselbe volle Becher ganz geschüttet. Die Zeichnung ist dieselbe wie im Grundblatt und volumentreu: Quader gleicher Tiefe (52 Zeicheneinheiten), Breite × Wasserhöhe je 3600 (A 40 × 90, B 144 × 25, C 72 × 50); der Becher ist ein Kegelstumpf mit genau diesem Wasservolumen (≈ 187 800) und auf dem ganzen Blatt gleich groß (Faktor 0,56, auch in der Szene). ⚠ Die Begründung soll sich auf die Handlung stützen (gleicher Becher, alles umgeschüttet), nicht auf Nachmessen im Bild. Wer „A“ ankreuzt, urteilt wie der Fuchs nach der Höhe – das ist der Gesprächsanlass für Aufgabe 2. |
| 2 | Sprecht zu zweit Mündlich, dann ein Satz schriftlich. Musterlösung: „Ich denke: Das stimmt nicht, in A, B und C ist gleich viel Wasser, weil in jedes Gefäß genau ein voller Becher kam.“ Mit Satzmuster: „A ist höher, aber B ist breiter.“ oder „In A steht das Wasser höher, aber A ist schmäler.“ Auch richtig: „…, weil wir es zurückschütten können und der Becher wieder voll ist.“ ⚠ Rollen tauschen: Ein Kind vertritt den Fuchs („mehr, weil es höher steht“), das andere widerspricht mit einem Satzmuster. Gute Begründungen nennen die Handlung (nichts dazu, nichts weg) oder zwei Merkmale mit „aber“. |
| 3 | Becher zählen Individuell, abhängig von Becher und Gefäß. Richtwerte mit einem Becher von ca. ¼ ℓ: Krug (1–2 ℓ) ca. 4–8 Becher, Vase ca. 2–4 Becher. Die Vermutung steht vor dem Zählen in der Tabelle. Sätze: „Ich vermute: In den Krug passen … Becher.“ – „Ich zähle: Der Krug fasst … Becher.“ Die Registerleiter zeigt denselben Gedanken als Alltagssatz („Da gehen 5 Becher rein.“), Schulsatz („In den Krug passen 5 Becher.“) und mit dem Fachwort („Der Krug fasst 5 Becher.“). ⚠ Die Zahl 5 in der Registerleiter ist ein Beispiel, keine Lösung. Für die Vase den Satz mündlich bilden lassen. Die grauen Gefäßbilder in der Tabelle sind nur Namensbilder; vermutet und gezählt wird am echten Krug mit dem echten Becher. |
Lösung: Der Flohmarkt
Hinweise
- Neu erstellt nach dem Archivblatt ab07 (Klassen-Flohmarkt): Szene ohne Menschen (Fuchs und Matholino am Flohmarkt-Tisch), alle Grafiken exakt mit PIL gezeichnet.
- Gegenüber ab07: Beträge durchgehend mehrnamig ohne Komma (3 € 50 c statt 3,50 €), passend zur 1.–3. Schulstufe.
- Gegenüber ab07: Aufgabe 1 mit drei Paaren (je eine Antwort A / gleich viel / B), damit Münzenzählen auffällt und nicht zufällig zur Lösung führt.
- Gegenüber ab07: Wechselgeld mit maßstäblichem Rechenstrich zum Ergänzen statt einer bloßen Rechenzeile; veraltende Preis-Stützpunkte (Semmel, Eis, Fahrrad) durch die Tausch-Aufgabe ersetzt.
- Münzen und Schein schematisch mit Wertangabe (keine echten Euro-Motive); jede Münze hat auf dem ganzen Blatt dieselbe Größe. Münzdurchmesser im echten Verhältnis; der Schein ist schematisch verkleinert (in echt ist der 5-€-Schein über fünfmal so breit wie eine 1-€-Münze). Metallfarben wie die echten Münzen.
- Runde 2: Aufgabe 2 mit größeren Zeichenfeldern (≈ 33 mm hoch); Ball und Preisschild neben die Überschrift, „So:“ neben den Auftrag.
- Runde 2: Aufgabe 3 Sprungfelder breiter, Einheit c bzw. € vorgedruckt; Aufgabe 1 Reihen nummeriert; Aufgabe 5 in ihr-Form („Schreibt …“), Preisspalte breiter; in der Szene nur Ball und Buch, jedes Schild unter seinem Ding.
- Runde 2 (Spiel): Die frühere „Wert-Waage“ ist durch einen Wert-Streifen aus gleich großen 10-c-Kästchen ersetzt – eine Waage misst Masse, nicht Wert. „Kassa“ überall, Level „Zwei Wege“ ohne Zeitdruck.
- Runde 3 (Spiel): Wert-Streifen mit fester Kästchenbreite (12 px je 10 c) – auch 6 € (60 Kästchen) passen, alle Zeilen beginnen am selben Punkt, nichts schrumpft; Legende „10 Kästchen = 1 €“ für den Farbwechsel; Hinweis im Merksatz, dass der Schein kleiner gezeichnet ist.
- Runde 4 (Spiel): Münzen in den Schalen liegen geordnet in Reihen (auch beim Ziehen, keine Überdeckung); Tipp bei „gleich viel“ neutral („genauso viel … gleich viel wert“); Profi-Runde heißt „ohne Sprünge am Rechenstrich“.
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Was ist mehr wert?
⚠ Wer nur Münzen zählt, kreuzt in Reihe 1 und 2 falsch an und in Reihe 3 zufällig richtig – deshalb immer nach der Begründung fragen. Die Münzen sind im echten Größenverhältnis gezeichnet: Die 1-€-Münze ist kleiner als die 50-c-Münze. Auch die Größe einer Münze verrät also nicht ihren Wert. |
| 2 | Bezahle genau! Zwei verschiedene Zusammenstellungen, die genau 3 € 50 c ergeben, z. B.:
⚠ Nur Münzen sind nötig; der kleinste Schein ist 5 €. Zwei Wege gelten nur dann als verschieden, wenn andere Münzen verwendet werden – dieselben Münzen in anderer Reihenfolge sind derselbe Weg. Die Zeichenfelder sind groß genug für zwei Reihen Münzen (auch Wege mit 6 Münzen). |
| 3 | Wechselgeld Ergänzen am Rechenstrich (Einheiten c bzw. € stehen hinter den Feldern): 3 € 20 c + 80 c = 4 €, 4 € + 1 € = 5 €. Die Eule bekommt 1 € 80 c zurück (80 c + 1 €). ⚠ Der Rechenstrich ist maßstäblich: Der Sprung bis 4 € (80 c) ist etwas kürzer als der Sprung von 4 € bis 5 € (100 c). Das Ergänzen („Wie viel fehlt bis …?“) entspricht dem Herausgeben an der Kassa; als Kontrolle ist auch 5 € − 3 € 20 c = 1 € 80 c richtig. Kommaschreibweise (1,80 €) erst ab der 3. Schulstufe. |
| 4 | Tauschen
⚠ Gelesen als „1 Euro sind so viel wert wie 5 Zwanziger“: Die Anzahl der Münzen ändert sich, der Wert bleibt gleich. Die Aufgabe bereitet das Bündeln von € und c vor. |
| 5 | Spielt Flohmarkt! Offen. Beispiel: „Buch – 1 €“, „Spielzeugauto – 50 c“, „Ball – 2 € 50 c“. Bewertet wird: (1) Preis mit Einheit (€ bzw. c), mehrnamig und ohne Komma, (2) Preise sind für einen Flohmarkt plausibel (einige Cent bis wenige Euro), (3) beim Spielen wird genau bezahlt und Wechselgeld durch Ergänzen herausgegeben. ⚠ Mit Spielgeld spielen; Rollen tauschen (Verkäufer*in – Käufer*in). Beobachten, ob beim Herausgeben ergänzt wird („3 € 20 c und 80 c sind 4 €, und 1 € sind 5 €“). |
Lösung: Der Flohmarkt 🔤 Leichte Sprache
Hinweise
- Neu erstellt nach dem Archivblatt ab07l (nur die Didaktik übernommen), im Matholino-Stil ohne Menschen.
- Münzen und Schein schematisch mit großer Wertangabe (keine echten Motive); jede Münze hat auf dem ganzen Blatt dieselbe Größe. Münzdurchmesser im echten Verhältnis; der Schein ist schematisch verkleinert (in echt ist der 5-€-Schein über fünfmal so breit wie eine 1-€-Münze). Im Unterricht mit Rechengeld bzw. echten Münzen ergänzen.
- Runde 2: Piktogramm in Aufgabe 1 ist ein Kästchen mit Kreuz (passend zu „Kreuze an.“); Imperative einheitlich („Schreibe“, im Spiel „Tippe“, „Zähle“, „Drücke“).
- Runde 2 (Spiel): Waage durch einen Wert-Streifen aus 1-€-Kästchen ersetzt; Beträge immer mehrnamig formatiert (nie „0.5 €“).
- Runde 3 (Spiel): Wert-Streifen einfarbig mit Fugen (1 Kästchen = 1 €); „Tippe auf jedes Geld“ statt „jede Münze“, weil auch ein Schein vorkommt.
- Runde 4 (Spiel): Der Zähler zeigt beim Antippen nur den Zuwachs („+ 2 €“), die Summe erst nach der Antwort; Antwortknöpfe höher, damit zweizeilige Tipps sie nicht verdecken.
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Was ist mehr wert? B ist mehr wert: A sind 1 € + 1 € + 1 € = 3 €, B ist ein Schein mit 5 €. (Beispiel: 1 € + 1 € = 2 € → gleich viel.) Musterantwort: „A hat mehr Münzen. B hat mehr Geld.“ ⚠ Wer A ankreuzt, hat vermutlich die Stücke gezählt (Grassmann et al., 2008). Nachfragen: „Was steht auf dem Geld?“ |
| 2 | Wie viel Geld ist das? 2 € + 2 € + 1 € = 5 €. ⚠ Typischer Fehler: 3 (die Anzahl der Münzen). Mit Rechengeld nachlegen lassen. |
| 3 | Der Ball kostet 4 €. Münzen für genau 4 € anmalen: 2 € + 2 € oder 2 € + 1 € + 1 € (mit einer der beiden 2-€-Münzen). Jede Auswahl mit genau 4 € ist richtig; 1 € + 1 € + 1 € (3 €) reicht nicht. ⚠ Lösungen vergleichen lassen: „Ich habe 2 Münzen.“ – „Ich habe 3 Münzen.“ – „Beide sind 4 €.“ Das Beispiel (Auto 3 €: 2 € und 1 € angemalt) zeigt, dass nicht alle Münzen angemalt werden. |
Lösung: Der Flohmarkt 💬 Sprachsensibel
Hinweise
- Neu erstellt nach Archivblatt ab07 (Sprachsensibel-Varianten des Archivs als Vorbild für Wortspeicher und Registerleiter), im Matholino-Stil ohne Menschen.
- Alle Münzen und Scheine auf dem Blatt in derselben Größe (auch im Wortspeicher), keine echten Motive. Münzdurchmesser im echten Verhältnis; der Schein ist schematisch verkleinert (in echt ist der 5-€-Schein über fünfmal so breit wie eine 1-€-Münze).
- Runde 2: Aufgabe 3 mit eigenem Schreibauftrag (zwei Schreibzeilen); Dialog in Aufgabe 2 nennt den Preis und nutzt die Wortspeicher-Wörter (bezahlen, zurückgeben, Wechselgeld); Wortspeicher ohne ungenutzte Wörter.
- Runde 2 (Spiel): Waage durch Wert-Streifen ersetzt, „Kassa-Sprecher*in“, Du-Form („So rechnest du an der Kassa“).
- Runde 3: Schreibzeile in Aufgabe 3 „… ist mehr wert als …“ (grammatisch passend zu „1 €“); Spiel: Wert-Streifen mit Legende „10 Kästchen = 1 €“, nichts schrumpft.
- Runde 4: Bildrunde ohne sachlich ebenfalls passende Ablenker (z. B. keine 1-€-Münze bei „der Euro“); Satzbau: angetippte Karte in der Lücke geht zurück, falsche Karten gehen nach dem Prüfen zurück; Tipp „Schau genau“; Wortspeicher im Spiel mit Bildern (Geld in Originalgröße); Blatt: letzte Schreiblinie vom Kartenrand weg.
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| Wortspeicher | Wortspeicher Keine Aufgabe. die Münze – die Münzen, der Schein – die Scheine, der Euro – die Euro, der Cent – die Cent, der Preis – die Preise, die Geldbörse – die Geldbörsen, die Kassa – die Kassen, das Wechselgeld (nur Einzahl). ⚠ Bei Beträgen bleiben Euro und Cent in der Einzahlform: „5 Euro“, „50 Cent“. „Kassa“ ist die österreichische Form (bundesdeutsch „Kasse“); statt „Geldbörse“ sagen viele Kinder „Geldtasche“ oder „Börse“ – beide zulassen. Tun- und Vergleichswörter (bezahlen, zurückgeben, ergänzen, mehr wert, gleich viel wert) kommen auf dem Blatt vor; „gleich viel wert“ steht in Aufgabe 1 verkürzt als „gleich viel“. |
| 1 | Was ist mehr wert? B ist mehr wert. „A hat 4 Münzen. A ist 80 c wert.“ – „B hat 1 Münze. B ist 100 c wert.“ – „B ist mehr wert, weil 100 c (1 €) mehr ist als 80 c.“ ⚠ Eine Begründung mit der Anzahl („weil A mehr Münzen hat“) zeigt die Fehlvorstellung; dann auf den Wortspeicher zeigen: „mehr wert“ ist nicht „mehr Münzen“. |
| 2 | An der Kassa Fuchs: „Das Buch kostet 3 € 20 c.“ – Eule: „Ich nehme es. Ich bezahle mit 5 €.“ – Fuchs: „3 € 20 c und 80 c sind 4 €.“ – „4 € und 1 € sind 5 €.“ – „Dein Wechselgeld: Ich gebe dir 1 € 80 c zurück.“ ⚠ Die Kinder lesen mit verteilten Rollen (Eule kauft, Fuchs verkauft) und tauschen dann; beim zweiten Durchgang wählen sie ein anderes Ding und einen eigenen Preis. |
| 3 | Ich sage – ich schreibe Registerleiter: „Der Fuchs hat mehr!“ (Alltag, unklar: mehr was?) → „Der Fuchs hat mehr Münzen als die Eule.“ (genauer Vergleich) → „Die Eule hat mehr Geld: 2 € sind mehr wert als 50 c.“ (fachlich richtig). Jetzt du: Hase 3 × 20 c = 60 c, Igel 1 € = 100 c → „Der Igel hat mehr Geld: 1 € ist mehr wert als 60 c.“ (auch: „100 c ist mehr wert als 60 c.“) ⚠ Wer „Der Hase hat mehr Geld“ schreibt, hat Münzen gezählt. Als Sprechübung können die Kinder zuerst alle drei Stufen zum eigenen Beispiel sagen, dann nur den Fachsprache-Satz schreiben. Verbform thematisieren: Die Schreibzeile gibt „ist“ vor (1 € ist …), das Beispiel der Registerleiter sagt „2 € sind …“ – Einzahl und Mehrzahl bewusst vergleichen. |
Lösung: Das Fliesen-Mosaik
Hinweise
- Archivblatt ab09: Aufgabe „Wie viele Fliesen fehlen?“ fragte in der Überschrift nach den fehlenden, in der Antwortzeile nach allen Fliesen. Jetzt „Reihen und Spalten“ mit getrennten Zeilen: Eine Reihe, Reihen, Rechnung, „Ganz fertig“ und „Es fehlen“.
- Archivblatt ab09: Die gelbe erste Spalte war schmäler als die übrigen Spalten. Jetzt alle Fliesen exakt gleich groß (40 px), programmatisch gezeichnet.
- Archivblatt ab09: Das Geschenkband (Körper, kreuzweise) war kein Rand einer ebenen Fläche. Jetzt nur ebene Beispiele: Zaun, Boden, Bilderrahmen, Teppich, Tischtuch-Borte; der Zaun ist als Beispiel vorgemacht.
- Archivblatt ab09: Der Hinweis „Gedreht oder gespiegelt zählt nicht als neu“ war sehr klein. Jetzt in normaler Auftragsschrift.
- Archivblatt ab09: Aufgabe 1 hatte nur zwei gleich große Figuren (ein Drittel Ratewahrscheinlichkeit, Lösung „gleich groß“ naheliegend). Jetzt drei Figuren: die längste (8) ist nicht die größte (9), und zwei verschieden geformte Figuren sind gleich groß (8 und 8).
- Stil: Menschenfiguren (Römerbub, Handwerker, Kinder im Becken) durch Matholino, Fuchs und Hase (Original-PNGs) ersetzt; flache Pastell-Alpen statt Römerbad.
- Blatt v1 (Gutachten Runde 1, M1): In Aufgabe 3 war das ganze Raster vorgezeichnet, die fehlenden Fliesen ließen sich einzeln abzählen. Jetzt nur der Außenrand des Bodens – die Reihen werden gedanklich ergänzt.
- Blatt v1 (M2): Die Überschrift „Gleiche Fläche, andere Form“ nahm die Antwort der Ankreuzfrage vorweg. Jetzt „Figuren aus 4 Fliesen“.
- Blatt v1 (M3–M5): „Gleich groß sind Figur __ und Figur __“ gab ein Paar vor – jetzt offen „Welche Figuren sind gleich groß? ____“; Auftrag in Aufgabe 4 präzisiert („Rand (rundherum) oder Fläche (alles innen)?“); Ankreuzkästchen 30 px (≈ 6 mm), Zeilenabstand in Aufgabe 4 36 px.
- Blatt v1 (Invarianz der Einheit): Fliesen waren in Aufgabe 1 und 3 38 px, die Rasterfelder in Aufgabe 2 40 px. Jetzt überall exakt 40 px.
- Blatt v2 (Gutachten Runde 2, G1–G3): A4-Beispielzeile als „Beispiel:“ gekennzeichnet; A3 „Reihen“ → „Alle Reihen“ (eindeutig 4); A2 „Lass zwischen den Figuren ein Feld frei.“ Spiel: Nummerierung zeilenweise sortiert, eigener Tipp für den Ablenker (r − 1) · c bei „fehlen“, neutrale Frage in Level 1, einfarbige Figuren in Level 2, Fliesen in allen Levels 48 px.
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Welche Figur ist am größten? A: 8 Fliesen (1 Reihe zu 8) · B: 9 Fliesen (3 Reihen zu 3) · C: 8 Fliesen (2 Reihen zu 4). „Am größten ist Figur B.“ – „Welche Figuren sind gleich groß? A und C.“ – Hat der Fuchs recht? nein: A ist nur am längsten, B bedeckt mit 9 Fliesen am meisten. Musterbegründung (mündlich): „A ist länger, aber A hat nur 8 Fliesen. B hat 9.“ ⚠ Alle Fliesen auf dem ganzen Blatt sind exakt gleich groß (40 px, auch in Aufgabe 2 und 3). Wer A ankreuzt, urteilt nach der Länge. Die Frage „Welche Figuren sind gleich groß?“ gibt bewusst nicht vor, dass es ein gleich großes Paar gibt. |
| 2 | Figuren aus 4 Fliesen Offene Aufgabe. Gedrehte oder gespiegelte Figuren zählen laut Blatt nicht als neu. Dann gibt es genau fünf Formen aus 4 Fliesen: Stange (4 in einer Reihe), Quadrat (2 · 2), L-Form, T-Form, Z-Form (2 + 2 versetzt). Drei davon genügen; zwischen den Figuren bleibt laut Auftrag ein Feld frei; alle passen nebeneinander ins Raster 10 · 4 (z. B. Stange senkrecht in Spalte 1, Quadrat in Spalte 3–4, T-Form in Spalte 6–8). „Die Flächen deiner Figuren sind gleich groß“ – jede Figur hat 4 Fliesen. Bewertung: genau 4 Fliesen je Figur; Fliesen stoßen mit ganzen Seiten aneinander; drei wirklich verschiedene Formen. ⚠ Die Überschrift nennt die Kernidee „gleiche Fläche“ nicht mehr – die Ankreuzfrage „gleich groß / verschieden groß“ ist damit diagnostisch. Figuren, die sich nur an einer Ecke berühren, im Gespräch klären. Wer „verschieden groß“ ankreuzt, verwechselt vermutlich Form (lang, eckig) und Fläche. |
| 3 | Reihen und Spalten Eine Reihe: 6 Fliesen · Alle Reihen: 4 · 4 · 6 = 24 (auch 6 · 4 = 24). „Ganz fertig: 24 Fliesen. Es fehlen: 15 Fliesen.“ Gelegt sind 6 orange Fliesen (1. Reihe) und 3 gelbe (1. Spalte unter der Eckfliese) = 9; 24 − 9 = 15 (oder: 3 Reihen zu je 5 = 15). Typische Fehler: Eckfliese doppelt gezählt (6 + 4 = 10 gelegt → 14 fehlen); nur 3 Reihen gesehen (3 · 6 = 18); gelegte statt fehlende Fliesen eingetragen (9). ⚠ Im Boden ist nur der Außenrand gezeichnet, kein Innenraster: Die Kinder müssen die Reihen aus der gelegten 1. Reihe und 1. Spalte gedanklich ergänzen. Wer nicht weiterkommt, darf die Reihen mit Bleistift einzeichnen oder mit Plättchen auslegen. |
| 4 | Rand oder Fläche? Beispiel: Zaun ums Beet: Rand (vorgegeben, angekreuzt) · Farbe für den Boden: Fläche · Rahmen um ein Bild: Rand · Teppich im Zimmer: Fläche · Borte um ein Tischtuch: Rand. Auftrag: „Rand (rundherum) oder Fläche (alles innen)? Kreuze an.“ Musterbegründung: „Der Rahmen geht nur rundherum, wie der Zaun. Die Farbe muss überall hin, das ist die Fläche.“ ⚠ Ein Bilderrahmen und eine Borte haben eine gewisse Breite; gemeint ist, dass sie am Rand entlang rundherum laufen. Beim Teppich wenden Kinder manchmal ein, dass er nicht das ganze Zimmer bedeckt – er bedeckt aber eine Fläche. |
Lösung: Fliesen zählen 🔤 Leichte Sprache
Hinweise
- Blatt v1 (Gutachten Runde 1, L1): Das Beispiel in Aufgabe 2 (Y länger und größer) bestätigte „länger = größer“. Jetzt ist die kürzere Figur Y (2 · 2) größer als X (3 in einer Reihe).
- Blatt v1 (L2): A und B waren in Aufgabe 2 kleiner gezeichnet als in Aufgabe 1. Jetzt alle Fliesen auf dem Blatt 48 px.
- Blatt v1 (L3): „Male eine Form.“ nannte weder die Zahl noch den Formwechsel. Jetzt „Male 4 Fliesen an. Mach eine andere Form.“ und „Meine Form hat __ Fliesen.“
- Blatt v1 (L4–L6): Titel „Welche Fläche ist größer?“ → „Vergleiche die Flächen.“; Antwortkästchen in Aufgabe 1 einheitlich rechts; „Fläche“ im Kopf als zweizeilige Form statt als Streifen.
- Blatt v2 (Gutachten Runde 2, L-G1/L-G2): Aufgabe 3 hatte zwei Aufträge und fragte die Zahl 4 ab, die schon im Titel stand. Jetzt ein Auftrag mit Bezug auf das Beispiel und die Frage „gleich groß / verschieden groß“. Spiel: Level-2-Titel „Vergleiche die Flächen“, ausgewogene Paare (je ein Drittel gleich groß / kürzere größer / längere größer), Level 3 ab Runde 2 mit Beispielform und Pflicht zur anderen Form, Fliesen in allen Levels 60 px.
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Zähle die Fliesen. Beispiel: 3 Fliesen (vorgegeben). A: 4 Fliesen · B: 4 Fliesen. ⚠ Auf Einzelzählen mit Zeigen oder Antippen achten; bei B (2 · 2) wird manchmal eine Fliese doppelt oder gar nicht gezählt. Alle Fliesen auf dem Blatt sind gleich groß (48 px). |
| 2 | Vergleiche die Flächen. Beispiel (vorgegeben): X hat 3 Fliesen in einer Reihe, Y hat 2 · 2 = 4 Fliesen. „Y ist größer.“ – Y ist kürzer, hat aber mehr Fliesen. Richtig ist „A und B sind gleich groß.“ Beide haben 4 gleich große Fliesen; A ist nur länger. Mündlich: „A hat 4. B hat 4. A und B sind gleich groß.“ ⚠ Wer „A ist größer“ ankreuzt, urteilt nach der Länge. Dann mit ausgeschnittenen Fliesen A zu B umlegen lassen. Das Beispiel zeigt absichtlich eine kürzere, aber größere Figur, damit das Muster „länger = größer“ nicht nachgeahmt wird. |
| 3 | Male eine Form. Offene Aufgabe. „Male 4 Fliesen an. Deine Form sieht anders aus als das Beispiel.“ Richtig ist jede Figur aus genau 4 Feldern, die Seite an Seite liegen und anders aussehen als die L-Form: z. B. 4 in einer Reihe, 2 · 2-Quadrat, T-Form, Z-Form (Raster 6 · 3). „Meine Form und das Beispiel sind gleich groß.“ – beide haben 4 Fliesen. ⚠ Wer „verschieden groß“ ankreuzt, verwechselt Form und Fläche – Fliesen ausschneiden und aufeinanderlegen lassen. Ob eine gespiegelte L-Form als „anders“ gilt, großzügig werten. |
Lösung: Das Fliesen-Mosaik 💬 Sprachsensibel
Hinweise
- Blatt v1 (Gutachten Runde 1, S1): „Ich weiß jetzt“ hatte nur eine kurze Linie (86 mm). Jetzt eine Linie nach „Ich weiß jetzt:“ (≈ 88 mm) und zwei volle Zeilen (≈ 120 mm), Zeilenabstand 62 px.
- Blatt v1 (S2): Die Vergleichswörter der Kernidee fehlten im Wortspeicher, für den Sprechauftrag fehlten Lagewörter. Beides ergänzt.
- Blatt v1 (S3): Aufgabe 1 hatte keinen Handlungsauftrag. Jetzt „1. Vermute. 2. Zähle die Fliesen. 3. Schreib: Ich weiß jetzt …“.
- Blatt v1 (S4–S6): Registerweg an das Kernproblem gekoppelt (lange Figur – größere Fläche), Pfeile links an den Zeilen; Sprechauftrag eindeutig („Dein Partnerkind sieht sie nicht.“, Plättchen genannt); „Alle Fliesen sind gleich groß.“ in Tinte, 22 px.
- Blatt v1 (Invarianz der Einheit): Fliesen waren 38 px (Aufgabe 1), 36 px (Aufgabe 2) und im Wortspeicher verschieden groß. Jetzt überall 32 px.
- JSON v1 (S7, S8): „B = 3 · 2“ → „2 · 3 (2 Reihen mit je 3)“; Lehrplanzitat wörtlich („das Festigen fachsprachlicher Begriffe“).
- Blatt v2 (Gutachten Runde 2, S-M1, S-G1–S-G3): Überschrift „Welche Figur ist größer?“ unterstellte eine größere Figur – jetzt „Vergleiche A und B.“; Wortspeicher-Karte verlängert (Unterlängen frei); „In jeder Reihe liegen __ Fliesen.“ als ganzer Satz; einheitlich „Fliesen (Plättchen)“. Spiel: Fliesen in allen Levels 32 px.
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Vergleiche A und B. Auftrag: 1. Vermute. 2. Zähle die Fliesen. 3. Schreib: „Ich weiß jetzt …“. Vermutung: individuell (vor dem Zählen), z. B. „Ich vermute: A ist größer, weil A länger ist.“ „A hat 6 Fliesen. B hat 6 Fliesen.“ „Ich weiß jetzt: Figur A ist länger als Figur B, aber A und B sind gleich groß, weil beide 6 Fliesen haben.“ (auch: „A und B haben die gleiche Fläche.“) ⚠ Die Vermutung darf falsch sein – wichtig ist, dass „Ich weiß jetzt“ sie mit den gezählten Zahlen prüft. Achten auf die Trennung von „länger“ (Länge) und „größer/gleich groß“ (Fläche). |
| 2 | Reihen beschreiben „Es sind 3 Reihen. In jeder Reihe liegen 4 Fliesen.“ – Satzmuster: „3 Reihen mit je 4 Fliesen sind 12 Fliesen.“ (3 · 4 = 12) ⚠ Typischer Fehler: Reihen und Spalten vertauscht („4 Reihen mit je 3 Fliesen“) – die Gesamtzahl stimmt dann, die Beschreibung nicht. Mit dem Wortspeicher-Bild (Reihe = waagrecht) klären. |
| 3 | Sprich mit deinem Partnerkind Offener Sprechauftrag. Beispiel: „Meine Figur hat 2 Reihen. In der 1. Reihe liegen 4 Fliesen. Die nächste Fliese liegt darunter, ganz links. Die nächste Fliese liegt rechts daneben.“ Vergleich: „Deine Figur hat die gleiche Form.“ – oder, wenn es nicht geklappt hat: „Deine Figur hat eine andere Form, aber sie ist gleich groß, weil wir beide 6 Fliesen haben.“ ⚠ Die Beschreibung muss so genau sein, dass das Partnerkind die Figur nachlegen kann, ohne sie zu sehen (Sichtschutz, z. B. aufgestelltes Buch). Die Lagewörter stehen im Satzanfang „Die nächste Fliese liegt links / rechts / darunter.“ Figuren, deren Plättchen sich nur an Ecken berühren, sind schwer zu beschreiben – vorher „Seite an Seite“ vereinbaren. |
Lösung: Wie lange dauert das?
Hinweise
- Die Minute wird deutlich unterschätzt (Stopp nach 30–40 Sekunden). → Mehrere Versuche mit sofortiger Rückmeldung; Zählstrategie „einundzwanzig, zweiundzwanzig …“ besprechen.
- Zähneputzen gilt als kürzer als 1 Minute. → Einmal mit der Sanduhr oder Stoppuhr Zähne putzen (2–3 Minuten).
- Beim Vergleichen zählt nur die Zahl, nicht die Einheit („2 min“ < „55 s“). → Zuerst alles in dieselbe Einheit bringen: 1 min = 60 s.
- „1 min 10 s“ wird als 110 s gelesen. → 1 min 10 s = 60 s + 10 s = 70 s; mehrnamige Schreibweise am Zifferblatt der Stoppuhr zeigen.
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Augen zu! Individuell. Ein Kind stoppt mit der Stoppuhr, das andere sagt mit geschlossenen Augen „Stopp!“, wenn es glaubt, dass 1 Minute (60 Sekunden) um ist. Eingetragen wird die abgelesene Zeit in Sekunden, drei Versuche. Fast genau ist ein Stopp zwischen etwa 55 und 65 Sekunden. Viele Kinder stoppen beim ersten Versuch deutlich zu früh (nach 30–45 Sekunden). Ziel ist, von Versuch zu Versuch näher an 60 Sekunden zu kommen. ⚠ Auf dem Blatt steht: „Das Kind sagt dir die Sekunden.“ Das Partnerkind meldet die Zeit sofort zurück – nur so kann das Kind sein Zeitgefühl nachjustieren. Nachbesprechung: „Wie hast du die Minute gemessen? Hast du gezählt, gesummt, geatmet?“ |
| 2 | Was schaffe ich in 1 Minute? Individuell. Zuerst wird die Vermutung eingetragen, dann wird 1 Minute gestoppt und das Ergebnis unter „Geschafft“ notiert. Richtwerte (1.–3. Schulstufe):
⚠ Die Vermutung steht bewusst vor dem Ergebnis. „Schritte gehen“ braucht Platz: auf dem Gang oder im Turnsaal. Nach der ersten Tätigkeit werden die Vermutungen meist besser – das ist der eigentliche Lerneffekt. |
| 3 | Kürzer oder länger?
⚠ „In die Schuhe schlüpfen“ ersetzt das Archivbeispiel „Schuhe binden“, das für Kinder, die das Binden gerade lernen, nicht eindeutig kürzer als 1 Minute ist. |
| 4 | Was dauert ungefähr so lange?
⚠ Die Zuordnung ist eine Größenordnungs-Schätzung (ungefähr). Den Stützpunkt „Jacke anziehen und zumachen“ vor der Pause einmal mit der Stoppuhr prüfen – erst dann trägt er. Beim Kuchen „ungefähr“ betonen (ein Gugelhupf braucht eher 1 bis 1½ Stunden). Das übrig bleibende Bild verhindert, dass die letzte Verbindung nur durch Ausschluss entsteht. |
| 5 | Wer braucht wie lange? Alles in Sekunden umrechnen (1 min = 60 s): Hase 1 min 10 s = 70 s, Igel 2 min = 120 s, Fuchs 80 s, Dino 55 s. Reihenfolge: 1 Dino (55 s), 2 Hase (70 s), 3 Fuchs (80 s), 4 Igel (120 s). ⚠ Typische Fehler: nur die Zahlen vergleichen („2 min“ ist am kürzesten, weil 2 die kleinste Zahl ist) oder „1 min 10 s“ als 110 s lesen. Die Zeiten sind erfunden; beurteilt wird nur der Vergleich der Dauern, nicht wie schnell ein Tier „wirklich“ ist. Für die 1. Schulstufe diese Aufgabe mit Sanduhren handelnd lösen oder weglassen. |
Lösung: Wie lange dauert 1 Minute? 🔤 Leichte Sprache
Hinweise
- Die Minute wird deutlich unterschätzt (Stopp nach 30–40 Sekunden). → Noch einmal versuchen; langsam „einundzwanzig, zweiundzwanzig …“ zählen.
- „kürzer“ und „länger“ werden verwechselt, obwohl die Vorstellung stimmt. → Wortkarten mit den Balken-Symbolen und Gesten (Hände eng / weit) anbieten.
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Augen zu! Individuell. Ein Kind drückt die Stoppuhr und sagt dem anderen Kind danach die Sekunden (so steht es auch auf dem Blatt). gut = Stopp zwischen 55 und 65 Sekunden (so steht es im Du-Feld, die kleine Stoppuhr dort zeigt den Bereich grün), zu früh = vorher, zu spät = danach. ⚠ Die Grenze für „gut“ vorher gemeinsam an der eigenen Stoppuhr zeigen (echte Stoppuhren haben meist kein grünes Feld). Das Beispiel (40 Sekunden → zu früh) ist bereits angekreuzt. |
| 2 | Hampelmänner in 1 Minute Individuell. Richtwert: etwa 40–70 Hampelmänner in 1 Minute. Bewertet wird, ob gezählt und die Zahl eingetragen wurde. ⚠ Das Beispiel (Fuchs: 30 in 1 Minute) zeigt nur, wie man einträgt; es ist keine Vorgabe. Das Partnerkind drückt die Stoppuhr und sagt nach 1 Minute „Stopp!“. |
| 3 | Kürzer oder länger?
⚠ Das Beispiel „einmal klatschen → kürzer“ ist bereits angemalt. |
Lösung: Wie lange dauert das? 💬 Sprachsensibel
Hinweise
- Zahlen werden ohne Einheit verglichen („90 ist mehr als 2“). → Einheit immer mitsprechen; zuerst in Sekunden umrechnen.
- Falscher Artikel oder falsche Mehrzahl (der Minute, die Stoppuhre). → Wortspeicher mit Artikelfarbe nutzen, Mehrzahl laut mitsprechen.
- Begründung ohne weil-Satz („Weil Igel langsam.“). → Satzmuster vollständig nutzen: „…, weil … mehr sind als …“
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Augen zu! Individuell. Eingetragen werden die gestoppten Sekunden (zwei Versuche). Fast genau ist ein Stopp zwischen 55 und 65 Sekunden (so steht es auch auf dem Blatt: „fast genau = 55 bis 65 s“). Sprechauftrag, z. B.: „Ich habe nach 42 Sekunden gestoppt. Das war zu früh.“ – „Beim 2. Versuch war ich genauer, weil ich langsamer gezählt habe.“ ⚠ Auf ganze Sätze achten; das Satzmuster darf mündlich variiert werden. Die Partnerin oder der Partner meldet die Zeit sofort zurück. |
| 2 | Kürzer oder länger?
⚠ Wer möchte, schreibt einen zweiten Satz: „Einmal blinzeln dauert kürzer als 1 Minute.“ |
| 3 | Wer braucht länger? 2 min = 120 s. Der Igel braucht länger (120 s), der Hase braucht 90 s. Satz: „Der Igel braucht länger, weil 120 s mehr sind als 90 s.“ Sprechauftrag: „Der Hase braucht weniger Zeit als der Igel, weil 90 s weniger sind als 120 s.“ ⚠ Typischer Fehler: „Der Hase braucht länger, weil 90 mehr ist als 2.“ – die Zahlen werden ohne Einheit verglichen. Hier hilft der Wortspeicher (1 min = 60 s). Das Satzmuster ist bewusst eine begründete Feststellung, keine Vermutung: Nach dem Umrechnen steht das Ergebnis fest. Wer vermuten lassen will, fragt mündlich vor dem Umrechnen: „Was glaubst du?“ |
Lösung: Wie lang ist der Weg?
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Wer hat recht? Fuchs: 6 Schritte, Hase: 10 Schritte (6 orange Bögen über dem Weg, 10 rote darunter). Wer hat recht? beide. Beide haben richtig gemessen, aber jeder mit seinen eigenen Schritten. Der Weg ist für beide gleich lang; der Hasen-Schritt ist kürzer, darum braucht der Hase mehr Schritte. Zahlenprobe (ein Maßstab für das ganze Blatt: 12 px je 10 cm): Fuchs-Schritt 60 px, Hasen-Schritt 36 px, Weg 360 px: 6 · 60 = 10 · 36 = 360. In der Geschichte entspricht das 50 cm bzw. 30 cm bei einem 3 m langen Weg – genau so lang wie der Weg in Aufgabe 4. ⚠ Die Sprechblasen stellen den Streit her, ohne Zahlen zu nennen: Fuchs „Ich habe richtig gemessen!“, Hase „Nein, ich habe richtig gemessen!“. Die Kinder zählen selbst und entscheiden dann. Gezählt werden die Bögen, nicht die Pfotenabdrücke (7 bzw. 11 Abdrücke) – dieselbe Zaun-Pfahl-Falle wie Striche statt Zwischenräume am Lineal. Wer „der Hase“ ankreuzt, meint oft „mehr Schritte = längerer Weg“. Die Begründung („Sprich: Warum?“) mündlich einholen. |
| 2 | Lange und kurze Schritte Dino: 3 Schritte, Küken: 15 Schritte. Der Dino-Schritt ist der längste (doppelt so lang wie der Fuchs-Schritt), also braucht er am wenigsten Schritte; der Küken-Schritt ist der kürzeste, also die meisten. Nachmessen: Die Balken sind im selben Maßstab wie Aufgabe 1 gezeichnet (Dino 120 px, Fuchs 60 px, Hase 36 px, Küken 24 px); 360 : 120 = 3, 360 : 24 = 15. ⚠ Die Zahlen 3 und 15 stehen zur Auswahl; die Aufgabe verlangt keine Division, sondern die Einsicht „langer Schritt → kleine Zahl“. Weil jede Schrittlänge auf dem ganzen Blatt gleich groß gezeichnet ist, können schnelle Kinder mit einem Papierstreifen prüfen, wie oft der Dino-Balken auf den Weg in Aufgabe 1 passt (3-mal) – und dass er genau 1 m auf dem Maßband in Aufgabe 4 ist. |
| 3 | Miss selbst! Individuelle Messwerte. Richtwerte: Schritt eines Kindes der 2./3. Schulstufe etwa 45–55 cm, Fußlänge etwa 18–22 cm. Bei 6 m von der Tür zum Fenster also etwa 11–13 Schritte und 27–33 Fußlängen. Die Zahlen der Partnerkinder unterscheiden sich meist um 1–2 Schritte bzw. 2–4 Fußlängen; in Fußlängen ergibt sich immer die größere Zahl als in Schritten. ⚠ Auf das Messverfahren achten: an der Tür beginnen, gleichmäßige Schritte, Fuß vor Fuß ohne Lücke und ohne Überlappung; den Rest als „etwas mehr als …“ angeben. Beide Kinder messen denselben Weg, sonst sind die Zahlen nicht vergleichbar. |
| 4 | Eine Einheit für alle Matholino: 3 m, Eule: 3 m. Matholino misst mit dem Maßband über dem Weg, die Eule mit dem Maßband darunter; beide Wegenden liegen genau bei 0 und 3. Mit dem Maßband bekommen alle dieselbe Zahl, weil 1 m für alle gleich lang ist. ⚠ Hier wird die Einsicht des Blatts sichtbar: Fuchs und Hase bekamen 6 und 10, mit dem Maßband bekommen Matholino und die Eule beide 3. Das Maßband ist im selben Maßstab gezeichnet wie Aufgabe 1 und 2 (1 m = 120 px = ein Dino-Schritt). Im Gespräch klären: Der Meter ist nicht „von Natur aus“ gleich, sondern weil sich die Menschen auf diese Länge geeinigt haben. |
| 5 | Stimmt das?
⚠ Die erste Aussage greift die typische Fehlvorstellung „größere Zahl = größere Länge“ auf; sie ist nur falsch, weil die Einheiten verschieden sind. Nachfragen: „Wann würde der Satz stimmen?“ (Wenn beide gleich lange Schritte hätten.) |
Lösung: Schritte und Meter 🔤 Leichte Sprache
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Schritte zählen Fuchs: 3 Schritte, Hase: 5 Schritte. Gezählt werden die Bögen. Beispiel: Der Fuchs macht 2 Schritte. ⚠ Beide Wege sind gleich lang (180 px). Fuchs-Schritt 60 px, Hasen-Schritt 36 px – dasselbe Verhältnis 5 : 3 wie im Grundblatt und in allen Spielen; das Beispiel verwendet denselben Fuchs-Schritt. Wer 4 und 6 schreibt, hat die Pfoten gezählt – mit dem Finger Bogen für Bogen zeigen lassen. |
| 2 | Lang und kurz Anzukreuzen ist das Küken: Dino und Küken gehen den gleichen Weg; das Küken macht kurze Schritte und braucht mehr Schritte. Im Beispiel (Fuchs und Hase, gleicher Weg) ist der Hase angekreuzt. ⚠ Alle Schritte sind auf dem Blatt im selben Maßstab gezeichnet: Dino 120 px, Küken 24 px (fünfmal so kurz), Fuchs 60 px, Hase 36 px. Kinder, die den Dino wählen, verbinden „groß“ mit „mehr“; mit zwei Papierstreifen nachlegen. Der Auftrag endet mit „Kreuze an.“; das Handlungssymbol ist ein leeres Kästchen mit Stift. |
| 3 | Der Meter Fuchs: 2 m, Hase: 2 m. Beide messen denselben Weg mit dem Maßband. (Beispiel: Dino 3 m, Küken 3 m.) ⚠ Der Auftrag sagt „Fuchs und Hase messen. Schreib die Zahl.“ Das Wegende liegt genau über der 2. Der Weg in Aufgabe 3 ist ein anderer als in Aufgabe 1 (dort 1,5 m: 3 Fuchs-Schritte zu 50 cm); die Zahlen sind bewusst so gewählt, dass nicht „3 Schritte = 3 m“ entsteht. Mündlich anknüpfen: „Mit Schritten bekommen Fuchs und Hase verschiedene Zahlen. Mit dem Maßband bekommen beide dieselbe Zahl.“ 1 m ist so lang wie ein Dino-Schritt in Aufgabe 2 (120 px). |
Lösung: Wie lang ist der Weg? 💬 Sprachsensibel
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Wer hat recht? Der Fuchs braucht 6 Schritte. Der Hase braucht 10 Schritte. „Der Schritt vom Fuchs ist länger als der Schritt vom Hasen.“ „Darum braucht der Fuchs weniger Schritte.“ „Wer hat recht? Beide, weil sie denselben Weg mit verschieden langen Schritten messen.“ (sinngemäß, z. B. „… weil beide richtig gezählt haben“ oder „… weil ihre Schritte verschieden lang sind“) ⚠ Den Anlass für „Wer hat recht?“ liefern die Sprechblasen im Kopf: Fuchs „Ich habe richtig gemessen!“, Hase „Nein, ich habe richtig gemessen!“. Zu jeder Lücke gibt es eine Auswahl aus Wort und Gegenwort (länger · kürzer, mehr · weniger, der Fuchs · der Hase · beide); die Lücken lassen sich deshalb nur inhaltlich lösen. Die Begründung nach „weil“ ist offen, dafür gibt es eine zweite Zeile über die ganze Kartenbreite; Verbstellung am Satzende beachten („… weil ihre Schritte verschieden lang sind“). Grafik im selben Maßstab wie Aufgabe 3 (Fuchs 60 px, Hase 36 px, Weg 360 px = 3 m). Unter der Grafik steht zusätzlich „1 Schritt vom Dino“ (120 px = 1 m) als Grundlage für die Vermutung in Aufgabe 2. |
| 2 | Miss und sprich Individuelle Messwerte (Richtwerte: Kinderschritt etwa 45–55 cm, Fußlänge etwa 18–22 cm; 6 m ≈ 11–13 Schritte bzw. 27–33 Fußlängen). Mustergespräch: „Ich habe 12 Schritte gezählt.“ – „Ich habe 13 Schritte gezählt.“ – „Du hast mehr Fußlängen gezählt, weil deine Füße kürzer sind.“ – „Ich vermute, dass der Dino weniger Schritte braucht, weil seine Schritte länger sind.“ (Der Dino-Schritt ist in Aufgabe 1 als Balken gezeigt.) ⚠ Beide Kinder messen denselben Weg, einmal mit Schritten, einmal Fuß vor Fuß (Fußlängen). Auf die Bezugswörter achten: „kürzer“ bezieht sich auf die Schritte oder Füße, „mehr“ auf die Anzahl. Wer sagt „Ich bin kleiner, darum habe ich weniger“, verwechselt noch Einheit und Maßzahl. |
| 3 | Eine Einheit für alle Der Weg ist 3 m lang. „Alle messen mit dem Maßband. Alle bekommen dieselbe Zahl.“ ⚠ „dieselbe“ (nicht „die gleiche“) kann Anlass sein, über genaue Wortbedeutungen zu sprechen. Ergänzend mündlich: „Der Meter ist für alle gleich lang, weil sich die Menschen darauf geeinigt haben.“ |
Lösung: Die Würfel-Bauprofis
Hinweise
- Archivblatt ab10 (v1): KI-gezeichnete Würfelgebäude waren nicht eindeutig zählbar – jetzt alle Gebäude exakt isometrisch mit PIL berechnet; Anzahlen und verdeckte Würfel werden im Skript (img_src/m10.py) per assert geprüft.
- Archivblatt ab10 (v1): „Welches Gebäude hat mehr Würfel?“ passte nicht zu drei Gebäuden und hatte zwei richtige Antworten – jetzt Einzelzählung in Aufgabe 1 und ein eigener Vergleich mit genau einer richtigen Antwort (Aufgabe 3: Turm und Platte).
- Archivblatt ab10 (v1/v2): Die Schachtel war geometrisch widersprüchlich (Wände aus Bausteinen, Innenhöhe nicht ablesbar) – jetzt dünne Wände, innen 3 · 2 · 2, gelbe Bodenschicht und gestrichelte Würfelfelder an den Rückwänden; Fragen in Teilschritten (eine Schicht – Schichten – zusammen).
- Archivblatt ab10: Der Bau-Auftrag verlangte eine Zeichnung ohne Hilfe – jetzt Bauplan (Zahlen im Grundriss) mit Beispiel, wie ihn der Lehrplan für Würfelgebäude vorsieht.
- Archivblatt ab10: Menschenfiguren (Bauarbeiter) im Bild – jetzt nur Tiere und Matholino (Original-PNGs); die Sprechblase verrät keine Lösung mehr („Denk an die versteckten Würfel!“ entfällt, die Konvention steht sachlich im Auftrag).
- Runde 1 (Gutachten m10_paket_runde1): Das Explosionsbild in Aufgabe 2 hob die Schichten zu wenig an, verdeckte Würfel blieben verdeckt – jetzt liegen die Schichten nebeneinander (jeder Würfel sichtbar, per assert geprüft), und der Auftrag nennt „Das Gebäude ist innen ganz voll.“. Schachtel: roter Würfel der zweiten Schicht in der Ecke, Vorderkanten hell gestrichelt. Aussagen zum 4 · 3-Raster korrigiert; „vorne“ beim Beispiel-Bauplan ergänzt.
- Runde 2 (Gutachten m10_paket_runde2): A1 war nur unter einer nicht genannten Annahme eindeutig (Würfel hinter den Gebäuden bildgleich) – jetzt steht „Versteckt sind nur Würfel, auf denen andere Würfel stehen.“ auf dem Blatt, geprüft per Renderer-Vergleich (regel_ok). A5: „Wie viele Würfel passen ganz hinein?“ und Erklärung des roten Würfels. Spiel: Vorlagen ohne verdeckte Würfel (Prüfung beim Laden), Bauen über einen Bauplan von oben mit „vorne“ wie auf dem Blatt.
- Runde 3 (m10_paket_runde3, m10_echtspiel): Spiel Level 3 – Vorlagen nur noch ohne Anzahl eindeutig (Dreiecksgitter-Prüfung gegen alle Pläne mit Höhen 0–4) und mit ⟲ ⟳; Bauplan-Feld ↔ Bodenfeld gelb hervorgehoben, Fehler in Plan und Schrägbild rot; vordere Kante orange, „vorne“ ≥ 16 px an der Kante; Tipp bei vertauschtem Bau nennt „vorne“; „andere Form“ = nicht deckungsgleich im Raum. Blatt A4: Beispiel mit oranger Vorderkante und „vorne“, Raster mit oranger Vorderkante.
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Wie viele Würfel? A: 8 Würfel – ein Block aus 2 · 2 · 2. Sichtbar sind nur 7, der achte steht hinten unten und ist verdeckt. B: 6 Würfel – eine Treppe aus 3 + 2 + 1 Würfeln, eine Reihe tief (nach der Regel im Auftrag: alle sichtbar). C: 8 Würfel – eine Mauer aus 2 Schichten zu je 4 Würfeln, eine Reihe tief (nach der Regel im Auftrag: alle sichtbar). A und C haben gleich viele Würfel, obwohl C länger und flacher ist. ⚠ Der Auftrag nennt zwei Regeln: „Die Gebäude sind innen ganz voll.“ und „Versteckt sind nur Würfel, auf denen andere Würfel stehen.“ Erst damit ist die Anzahl eindeutig – ohne die zweite Regel könnten hinter den Gebäuden am Boden weitere Würfel verborgen sein (per Renderer geprüft: bildgleich). Die Regeln vor dem Zählen besprechen und mit echten Steckwürfeln nachbauen. Wer bei A „7“ schreibt, hat nur sichtbare Würfel gezählt; wer „12“ schreibt, hat Flächen gezählt. |
| 2 | Schicht für Schicht Schicht 3 (oben): 4 Würfel · Schicht 2: 4 Würfel · Schicht 1 (unten): 4 Würfel · Zusammen: 12 Würfel (4 + 4 + 4 = 12, also 3 · 4). Im ganzen Gebäude links sieht man nur 10 Würfel; die zwei hinteren Würfel in der unteren und mittleren Schicht sind verdeckt. Rechts sind die drei Schichten nebeneinander gezeichnet (oben, Mitte, unten) – dort ist jeder Würfel jeder Schicht sichtbar. Der Auftrag nennt die Konvention „Das Gebäude ist innen ganz voll.“ ⚠ Die Farben der Schichten sind in beiden Bildern gleich (unten cyan, Mitte orange, oben grün); alle Würfel haben auf dem ganzen Blatt dieselbe Größe. So lässt sich die Zuordnung „ganzes Gebäude ↔ Schichten“ zeigen. |
| 3 | Stimmt das? Turm: 6 Würfel (6 übereinander). Platte: 6 Würfel (2 Reihen zu je 3, eine Schicht). Stimmt das? nein. Musterbegründung: „Nein, weil beide gleich viele Würfel haben: 6. Der Turm ist nur höher, die Platte ist breiter.“ ⚠ Die Aussage des Fuchses schließt von der Höhe auf die Menge – dieselbe Wahrnehmungsfalle wie beim Umschütten (m05). Gute Begründungen nennen die Anzahl oder das Umbauen („Aus dem Turm kann man die Platte bauen“). |
| 4 | Bau-Auftrag: 12 Würfel Offene Aufgabe. Beispiele mit je 12 Würfeln, die ins 4 · 3-Raster passen: Platte 4 · 3 (1 Schicht), Mauer 4 · 1 · 3 (3 Schichten), Quader 2 · 2 · 3 (3 Schichten – wie in Aufgabe 2), Quader 3 · 2 · 2 (2 Schichten – wie die volle Schachtel in Aufgabe 5), Mauer 3 · 1 · 4 (drei Türme zu je 4), Treppe 3 + 3 + 3 + 2 + 1 auf einer 2 · 3-Grundfläche, ein stehender Turm aus 12 (ein Feld mit der Zahl 12). Die vier Quaderformen sind 1 · 1 · 12, 1 · 2 · 6, 1 · 3 · 4 und 2 · 2 · 3; als Bauplan passen alle außer der liegenden Stange 1 · 1 · 12 und der liegenden Platte 6 · 2. Bauplan: Jede Zahl im Raster gibt an, wie viele Würfel auf diesem Feld übereinander stehen; die Summe aller Zahlen ist 12. Beispiel Quader 2 · 2 · 3: vier Felder mit je 3. „Schichten“ = die größte Zahl im Bauplan. Bewertung: Summe 12 nachrechnen lassen, zwei Gebäude verschieden, Bauplan passt zum gebauten Gebäude (Partnerkind baut nach). ⚠ Das Raster hat 4 · 3 Felder. Nicht hinein passen Gebäude mit einer Grundfläche länger als 4 Felder, z. B. die liegende Stange aus 12 Würfeln oder eine Mauer 6 · 1 · 2. Ein stehender Turm aus 12 passt (ein Feld mit 12). Das Beispiel „2 | 1 = 3 Würfel“ mit „vorne“ zeigt die Schreibweise. |
| 5 | Die Schachtel Eine Schicht: 6 Würfel (2 Reihen zu je 3) · Schichten: 2 · Zusammen: 12 Würfel (6 + 6 = 12, also 2 · 6). Die Schachtel ist innen 3 · 2 Würfel groß und 2 Würfel hoch: Der Auftrag fragt, wie viele Würfel ganz hineinpassen, und sagt: „Der rote Würfel zeigt, wie hoch die Schachtel ist.“ Er steht in der hinteren Ecke auf der gelben Schicht und reicht genau bis zum Rand. Über der gelben Schicht ist also genau noch eine Würfelhöhe frei; gestrichelte Würfelkanten an den Rückwänden zeigen die Felder dieser zweiten Schicht. ⚠ Die vorderen Wände sind durchsichtig (nur hell gestrichelte Kanten), damit man die Würfel sieht; das kurz erklären. Die Schachtel ist nicht vergrößert gezeichnet, weil alle Würfel auf dem Blatt gleich groß sind (Invarianz der Einheit). Die volle Schachtel hat wieder 12 Würfel – dieselbe Anzahl wie das Gebäude in Aufgabe 2, aber eine andere Form. Mit einer echten Schachtel und Steckwürfeln nachprüfen. |
Lösung: Die Würfel-Bauprofis 🔤 Leichte Sprache
Hinweise
- Runde 1 (Gutachten m10_paket_runde1): Im Explosionsbild von Aufgabe 2 war der hintere untere Würfel verdeckt, und die Konvention „innen ganz voll“ fehlte – „unten: 4“ war nicht eindeutig. Jetzt Schichten nebeneinander (jeder Würfel sichtbar) und Satz „Das Gebäude ist innen ganz voll.“; Aufgabe 3 als Suchauftrag formuliert.
- Runde 2 (Gutachten m10_paket_runde2): Im Spiel Level 3 hatte eine Form einen ganz verdeckten Würfel – ersetzt; beim Laden werden alle Formen per Renderer auf vollständige Sichtbarkeit geprüft. Blatt: „Du siehst alle Würfel.“ in A1, Beispiel in A3 (Turm + Winkel) ist nicht mehr bildgleich mit Antwort B.
- Runde 3: Spiel Level 3 – Vorlage und richtige Antwort sind nie deckungsgleiche Körper (Drehen/Kippen/Spiegeln = gleiche Form, wie im Grundspiel); die Meldung „Andere Form, gleich viele!“ stimmt damit immer.
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Zähle die Würfel. Blaues Gebäude: 4 Würfel (2 unten, 2 oben, eine Reihe tief). Rotes Gebäude: 6 Würfel (Treppe 3 + 2 + 1). Beispiel: 3 Würfel, mit Nummern vorgezählt. ⚠ Der Auftrag sagt: „Du siehst alle Würfel.“ Alle Würfel sind sichtbar. Auf Zählen mit Zeigen achten: jeder Würfel genau einmal. Mit echten Steckwürfeln nachbauen. |
| 2 | Zähle jede Schicht. oben: 4 Würfel · unten: 4 Würfel · zusammen: 8 Würfel. Beispiel: oben 2, unten 2 = 4 Würfel. ⚠ Der Auftrag sagt: „Das Gebäude ist innen ganz voll.“ Im ganzen Gebäude sieht man nur 7 Würfel; der achte ist hinten unten versteckt. Rechts liegen die beiden Schichten nebeneinander – dort sieht man jeden Würfel (oben 4, unten 4). Wer „7“ schreibt, hat nur das ganze Gebäude gezählt: mit Würfeln nachbauen und die obere Schicht abheben. |
| 3 | Kreuze 2 Gebäude an. Richtig sind A (Platte, 4 Würfel) und C (Turm, 4 Würfel). B hat 3 Würfel. Beispiel: Turm mit 3 und ein Winkel aus 2 + 1 Würfeln sind angekreuzt (andere Formen als in A–C). ⚠ Der Auftrag lautet „Kreuze 2 Gebäude an.“ mit dem Satz „2 Gebäude haben gleich viele Würfel. Finde sie.“ Wer C wegen der Höhe nicht ankreuzt oder B wählt, vergleicht nach Aussehen. Mündlich: „A hat 4. C hat 4. Gleich viele.“ Aus dem Turm lässt sich die Platte bauen – das mit echten Würfeln zeigen. |
Lösung: Die Würfel-Bauprofis 💬 Sprachsensibel
Hinweise
- Runde 1 (Gutachten m10_paket_runde1): Im Explosionsbild von Aufgabe 1 waren 2 Würfel der unteren Schicht verdeckt und die Konvention fehlte – jetzt Schichten nebeneinander und „Das Gebäude ist innen ganz voll.“; „oben drauf“ → „obendrauf“; Satzzeichen bei „recht / nicht recht, weil“ korrigiert. Spiel Level 2: Schichten nebeneinander, Konvention im Auftrag.
- Runde 2: Sprechblase des Fuchses zum Mund, Satzrahmen „obendrauf / dahinter / daneben“, Sprachleiter mit Turm und Platte statt Gebäude A/B.
- Runde 3: Spiel – Wortspeicher seitlich angedockt (verdeckt kein Bild), jede Runde beginnt zugeklappt.
| Nr. | Lösung |
|---|---|
| 1 | Schicht für Schicht „Oben sind 6 Würfel. Unten sind 6 Würfel. Zusammen sind es 12 Würfel.“ (6 + 6 = 12, also 2 · 6.) Im ganzen Gebäude links sieht man nur 10 Würfel; zwei stehen hinten und sind verdeckt. Rechts liegen beide Schichten nebeneinander – dort ist jeder Würfel sichtbar. Der Auftrag nennt „Das Gebäude ist innen ganz voll.“ ⚠ Vor dem Zählen die Konvention klären: Das Gebäude ist innen ganz voll. Mit Steckwürfeln nachbauen und die obere Schicht abheben („Das ist eine Schicht.“). |
| 2 | Turm oder Platte? „Der Turm hat 6 Würfel. Die Platte hat 6 Würfel.“ – „Der Turm hat gleich viele Würfel wie die Platte.“ – „Ich denke, der Fuchs hat nicht recht, weil beide 6 Würfel haben.“ Strukturelle Begründung (besonders wertvoll): „…, weil der Turm nur höher ist. Die Platte ist breiter. Aus dem Turm kann man die Platte bauen.“ ⚠ Das Satzmuster verlangt die Vergleichswörter mit der richtigen Präposition (mehr … als, gleich viele … wie) – typische Stolperstelle für Deutsch als Zweitsprache („gleich viele als“). |
| 3 | Bauen und beschreiben Offen. Beispiel: „Zuerst lege ich 3 Würfel unten hin. Dann baue ich 2 Würfel obendrauf. Dann baue ich 1 Würfel ganz obendrauf. Mein Gebäude hat 3 Schichten.“ (Treppe 3 + 2 + 1 = 6). Auch richtig: Mauer 3 · 2, Turm aus 6, Platte 2 · 3. Das Partnerkind baut nach; dann werden beide Gebäude verglichen und die Würfel nachgezählt (immer 6). ⚠ Die Sprachleiter („Zu Hause: Der ist größer. – In der Schule: Der Turm ist höher. Die Platte ist breiter. – In Mathe: Wir vergleichen den Rauminhalt: Wir zählen die Würfel.“) verrät die Lösung von Aufgabe 2 nicht und ist ein Ausblick: „Rauminhalt“ als Fachwort geht über den Volksschullehrplan hinaus. Fehlen Ortsangaben, mit Mikro-Scaffolding nachfragen: „Wo genau liegt der Würfel – vorne, hinten, daneben?“ |
